Botschaft der Ukraine in der Bundesrepublik Deutschland

, Kyiv 09:57

Stand der Handels- und Wirtschaftsbeziehungen und Investitionsaktivitäten zwischen der Ukraine und der Bundesrepublik Deutschland

Stand der Handels- und Wirtschaftsbeziehungen und Investitionsaktivitäten zwischen der Ukraine und der Bundesrepublik Deutschland

Handelswirtschaftliche Zusammenarbeit:

Erstmal seit drei Jahren hatte der bilaterale Handel die rote Talzone verlassen und die schwarzen Zahlen erreicht. Der Umsatz mit Waren und Dienstleistungen stiegt im Jahr 2016 um 4,1% bis auf 6,5 Mlrd.USD. Die Ausfuhr aus der Ukraine nahm fast 7% zu und betrug 1,9 Mlrd.USD. Die Einfuhr der deutschen Waren und Dienstleistungen belief sich auf 4,6 Mlrd.USD mit einer Zuwachsrate von 3,0%.

Die positive Entwicklung hat den Zollpräferenzen im Rahmen der Freien Handelszone mit der EU zu verdanken, die ab 1. Januar 2016 in Kraft getreten wurden. Als zweiter Faktor gilt die makrowirtschaftliche Stabilisierung auf dem Binnenmarkte der Ukraine, die zur Steigerung der Nachfrage auf deutsche Waren beigetragen hatte. So laut den Angaben des statistischen Amtes der Ukraine, stieg der Konsum de privaten Haushalte im dritten Quartal 2016 im Vergleich zum Vorjahresperiode um 4,9%, die Bruttoanlageninvestitionen sogar um 24,8%. Das Bruttoinlandprodukt zeigte im dritten Quartal eine Zuwachsrate in Höher von 2%. Wir rechnen damit, dass dieses Zuwachstempo bis Ende des Jahres erhalten wird.

Angaben des Statistikamtes der Ukraine über den Handel mit Waren und Dienstleistungen zwischen Deutschland und Ukraine, in Mio.USD

 

2015

2016

+/-, Mio.USD

+/-, %

Umsatz

6294,6

6554,7

260,1

4,1

Export aus Ukraine

1779,9

1903,5

123,6

6,9

Import aus Deutschland

4514,7

4651,2

136,4

3,0

 

Der bilaterale Handel mit Waren (ohne Dienstleistungen) hatte im Jahr 2016 die höhere Dynamik erreicht: die Exporteinnahmen stiegen um 7,2% bis auf 1,4 Mrd. USD, die Importen holten die Verluste der letzten Jahre nach und stiegen um 8,6% bis auf 4,3 Mrd. USD.

Zu einem Hauptträger der ukrainischen Ausfuhren nach Deutschland ist die Zulieferindustrie für Maschinen und Anlagenbau geworden, die ihren Anteil am gesamten Exportvolumen bis auf 31% steigerte. Diese Branche hat im Jahr 2016 um 7% mehr Einnahmen als im Vorjahr gebucht. Zum zweitwichtigsten Sektor ist die Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie geworden, deren Anteil am Gesamtvolumen des Exports bis auf 16% stieg. Diese Branche hatte ein Wachstumstempo um 24% gezeigt. Als drittwichtigster Sektor gilt die Textilproduktion mit einem Anteil bis 14% und dem Zuwachsrat um 8%.

Als größte Importeure aus Deutschland galten Maschinenbau- (mit 24% des Anteils am Gesamtvolumen), Chemie- (18%) und Automobilbranche (fast 13%).

Investitionszusammenarbeit:

Seit 2015 besitzt Deutschland die drittgrößten Direktinvestitionen in der Ukraine. Zum 01.10.2016 belief der Bestand der deutschen Investitionen in der Ukraine auf 5,4 Mrd. USD. Im Laufe des Jahres 2016 stellte statistisches Amt der Ukraine einen leichten Anstieg des deutschen Kapitals in Höhe von 32 Mio. USD fest.

Unter den Branchen wurde der größte Anteil der deutschen Investitionen in Industrie (4,8 Mrd.USD) davon in Metallurgie (4,3 Mrd. USD) eingelegt. Desweiteren investierten die deutschen Firmen 245 Mio. USD im Bereich des Einzeln- und Großhandels und 96 Mio.USD im Finanz- und Versicherungswesen sowie etwa 92 Mio.USD in der Logistik.

Die ukrainischen Investitionen in deutscher Wirtschaft beliefen sich zum Zeitpunkt auf 2,3 Mio.USD. 

Bestand der deutschen Direktinvestitionen in der Ukraine, in Mio.USD

Zeitpunkt der Abhebung

01.01.11

01.01.12

01.01.13

01.01.14

01.01.15

01.01.16

01.10.16

Volumen

7083

7392

6121

6202

5685

5414

5446

Veränderung zum Vorjahr

481

341

-1271

81

-512

-225

32

Anteil an gesamten Bestand, %

15,8

14,9

11,6

11,0

12,5

12,4

12,1