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Ausstellung des ukrainischen Bildhauers Oleksii Zolotariov in Berlin
Veröffentlicht am 12 Juli 2013 Jahr 11:20

Am 11. Juli wurde in Berlin die Ausstellung des ukrainischen Bildhauers Oleksii Zolotariov feierlich eröffnet. Die Ausstellung läuft bis 25. August in der Werkkunstgalerie Kunstzeigen Berlin (Otawisstraße 9, 13351 Berlin). 

Mehr über die Kunst von Oleksii Zolotariov: 


Maßstäbe 
Die Werke von Oleksii Zolotariov führen zu den formalen Fragen des Avantgards des Anfangs des 20 Jahrhunderts zurück. Die Kunstepoche wurde gewaltsam durch die sowjetische Regime unterbrochen.Nach der 70- jährigen Pause in der Evolution der modernen Kunst füllt der junge Bildhauer die Leere, baut Brücken zur Kunst von Archipenko, Malewitsch und anderen Meister, setzt die Tradition des Formenreichtums fort, entwickelt sie weiter, bringt neue Inhalte hinzu. Zolotariov benutzt die Universalität der Sprache von geometrischen Formen und Volumen, er schafft eine symbolische Reihe, die in jedem Kontext lesbar ist. Die Polyphonie der Inhalte, die jeder Arbeit zugrunde liegt, äußert sich durch die Formendynamik, im Fließen der glänzenden Oberflächen, im Spiel der Fakturen, im Ineinanderfließen von Massen. Durchkreuzen von Flächen, Ineinandergreifen von Volumen verkörpern die Mehrdimensionalität des Raumes, unterschiedliche Standpunkte der Weltanschauung,Wechselbeziehungen vom Inneren und Äußerem. Das Hervorheben der Form wird von der psychologischen und sozialen Reflexion und Analyse begleitet. In spitzen und beweglichen offenen Formen sind die Empfindungen von der Komplexität der Entwicklungen der heutigen Zeit, der kulturellen Situation im eigenen Land zu erahnen. Der Bildhauer schafft in den klaren geometrischen Konstruktionen seine eigene Welt: Physik und Metaphysik, das Männliche und das Weibliche, Erde und Himmel vereinigen sich entweder in harmonischen Proportionen oder werden in dynamischer Gegenüberstellung positioniert. Durch die einfachen grundlegenden geometrischen Formen konstruiert Zolotariov eine schmale Grenze zwischen der Fülle und Leere. Es gleicht beinah der Visualisierung von räumlichen, chronologischen und inhaltlichen Verbindungen zwischen den unterschiedlichen Elementen der Realität, ihrer Mikro-und Makrostruktur. Die meisten der vorgestellten Objekten haben bereits bzw. erwarten die Realisierung in der monumentalen Form. Ihr Maßen zu den Endobjekten sind 1:7 bis 1:10. Das veranschaulicht die Vielfalt und Potential der Skulptur als Media, eröffnet die Möglichkeit der Ausstellung sowie in einem kleinen Innenraum des Interieurs als auch im öffentlichen Raum umgeben von der Natur oder der Architektur. Verhältnisse der Maßstäbe und Proportionen spielen eine Rolle im künstlerischen sowie im konzeptuellen Sinn: in den Arbeiten werden verschiedene Themen angesprochen von der aktuellen Situation im eigenen Land und in der Welt bis zu den Geheimnissen der Entstehung und der Existenz der Materie, Verhältnisse zwischen Zeit und Raum, menschlicher Existenz und dem Universum. 
von Natalia Matsenko 

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