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Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und der Bundesrepublik Deutschland
Veröffentlicht am 12 Dezember 2019 16:44

Politische Beziehungen


Anerkennung der Ukraine: 26. Dezember 1991

Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen: 17. Januar 1992

 

Interparlamentarische Zusammenarbeit:

Deutsch-Ukrainische Parlamentariergruppe im 18. Deutschen Bundestag wurde am 9. Mai 2014 gegründet. Der Vorsitzende ist MdB Karl-Georg Wellmann (CDU / CSU), die Gesamtzahl - 16 Abgeordnete. Zu den Hauptprioritäten der Gruppe gehört die Entwicklung der interparlamentarischen Zusammenarbeit und Kontakten mit staatlichen Institutionen sowie der Zivilgesellschaft der Ukraine.

Die Geschichte der bilateralen Beziehungen

9. bis 12. Jh.

Ausbau der Handelsbeziehungen der Kyiwer Rus mit Regensburg.

959

Die Fürstin Olha schickt einen Boten an den deutschen Kaiser Otto I. mit der Bitte, Priester und Bischöfe nach Kyiw zu schicken.

980 bis 1015

Der Kyiwer Fürst Wolodymyr tauscht Gesandschaften mit Deutschland.

1012

Der Kyiwer Fürst Wolodymyr heiratet die Enkelin des Kaisers Otto I.

1089

Der deutsche Kaiser Heinrich IV. (1056-1106) heiratet Jewpraksia Wsewolodiwna, die älteste Tochter des Fürsten Wsewolod Jaroslawowytsch. Die Heirat wird in Köln gefeiert.

1189

Der galizische Fürst Wolodymyr, Sohn des Jaroslaw Osmomysl, besucht den deutschen Kaiser Friedrich I. Barbarossa.

16. Jh.

Aktive Entwicklung der ukrainisch-deutschen Beziehungen auf den Gebieten Bildung und Kultur. Die Ukrainer studieren an den Universitäten in Göttingen, Köln, Wittenberg.

1738

An der Kyiwer Akademie wird ein Deutschkurs eingeführt. Deutsche Professoren übernehmen den Unterricht.

1594

Der Habsburger Kaiser Rudolf II. schickt eine diplomatische Mission an die Saporischer Kosaken.

1657

Der Botschafter des Brandenburgischen Kurfürsten Friedrich Wilhelm kommt nach Tschyhyryn, um dem Hetman Bohdan Chmelnyzki einen Freundschaftsvertrag anzubieten. In seinem Brief vom 21.06.1657 äußert Chmelnyzki seine Genugtuung darüber.

1731 bis 1745

Der Hamburger Architekt Schädel errichtet den Glockenturm des Kyiwer Höhlenklosters.

1874

Friedrich Falz-Fein gründet das Naturschutzgebiet Askania Nowa bei Cherson. Der Name geht auf das Gut Askania in Deutschland zurück. Seit 1921 ist Askania Nowa das staatliche Naturschutzgebiet der Ukraine.

Januar (9.Februar) 1918

In Brest-Litowsk wird der erste Friedensvertrag zwischen der Ukrainischen Volksrepublik und den Mittelmächten (Deutschland, Österreich-Ungarn, Bulgarien und Türkei) unterzeichnet. Das war das erste völkerrechtliche Dokument, in dem der internationale Status und die westlichen Grenzen der Ukraine definiert wurden.

1918

Die Ukraine und Deutschland eröffnen gegenseitig ihre Botschaften: in Kyiw wird Freiherr von Schwarzenstein, in Berlin - O.Sewrjuk.

März 1918

Zur Zeit des Direktoriums wurde die Ukrainische Volksrepublik in Deutschland durch Mykola Porsch vertreten, später - durch Mykola Wasylko. Gleichzeitig wurde die Westukrainische Volksrepublik durch Smal-Stozki vertreten. Die ukrainischen Vertreter blieben in Deutschland bis 1921.

24.07.1918

Deutschland ratifiziert den Friedensvertrag von Berestja mit der Ukraine.

4. bis 17.09.1918

Hetman Skoropadski besucht Deutschland und trifft sich mit dem Kaiser Wilhelm.

1918

In Berlin wird die Deutsch-ukrainische Gesellschaft unter Leitung von Paul Rohrbach gegründet, die bis 1926 existierte. 1948 nahm die Gesellschaft ihre Tätigkeit in München wieder auf.

1946

Die Ukrainische Freie Universität nimmt ihre Tätigkeit in München auf.

1989

In Kyiw wird das Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland eröffnet.

17.01.1992

Zwischen der unabhängigen Ukraine und der Bundesrepublik werden diplomatische Beziehungen aufgenommen.

23.01.1992

Präsident Krawtschuk unterzeichnet das Dekret über die Gründung des Ukrainisch-deutschen Forums.

09.06.1993

Präsident Krawtschuk und Bundeskanzler Kohl unterzeichnen die Gemeinsame Erklärung über die Grundlagen der Beziehungen zwischen der Ukraine und der Bundesrepublik Deutschland.

03.09.1996

Das Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Ukraine über die Zusammenarbeit in Angelegenheiten der in der Ukraine lebenden Personen deutscher Abstammung wird unterzeichnet.

21. bis 23. November 1996

In Kyiw findet der Erste Kongress der Deutschen der Ukraine statt.

03. bis 06. Februar 1998

Der erste Staatsbesuch des Bundespräsidenten Roman Herzog in die Ukraine; er besucht Kyiw und Charkiw.

28. Mai 1998

Erste ukrainisch-deutsche Regierungskonsultationen in Bonn unter Mitwirkung von dem Präsidenten Kutschma und Bundeskanzler Kohl.

08. bis 09. Juli 1999

Zweite ukrainisch-deutsche Regierungskonsultationen in Kyiw unter Mitwirkung von dem Präsidenten Kutschma und Bundeskanzler Schröder.

11. bis 12. Juli 2000

Dritte ukrainisch-deutsche Regierungskonsultationen in Leipzig unter Mitwirkung von dem Präsidenten Kutschma und Bundeskanzler Schröder.

6. Dezember 2001

Vierte ukrainisch-deutsche Regierungskonsultationen in Kyiw unter Mitwirkung von dem Präsidenten Kutschma und Bundeskanzler Schröder.

9.- 10. April 2003

Der Arbeitsbesuch des Ministerpräsidenten der Ukraine V.Janukowitsch in Deutschland.

14.-16. Mai 2003

Der offizielle Besuch des Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse in der Ukraine.

November – Dezember 2003

Deutsche Kulturtage in der Ukraine. An der Eröffnung nimmt Bundesaußenminister Joschka Fischer teil.

19.-20. Februar 2004

In Berlin finden die ukrainisch-deutsche Regierungskonsultationen unter Mitwirkung von dem Präsidenten der Ukraine L.Kutschma und Bundeskanzler G.Schröder statt.

3.Mai 2004

Im Deutschen Bundestag findet erstmals in der Geschichte bilateraler Beziehungen eine Veranstaltungsreihe in Rahmen des Tages der Ukraine statt.

8.-9. März 2005

Der offizielle Besuch des Präsidenten der Ukraine Wiktor Juschtschenko in Deutschland.

18.-19. Juli 2005

In Berlin findet die erste Sitzung der Deutsch-ukrainischen High Level Group statt.

28. Februar 2006

Der offizielle Besuch von Außenminister Deutschlands Frank-Walter Steinmeier in der Ukraine

3-4.Oktober 2006

Der Arbeitsbesuch des Präsidenten der Ukraine Wiktor Juschtschenko in Deutschland.

6. Februar 2007

Der Arbeitsbesuch von Außenminister Deutschlands Frank-Walter Steinmeier als Präsidenten des Rats der Europäischen Union in der Ukraine.

8-10 Februar 2007

Der Arbeitsbesuch des ukrainischen Präsidenten Wiktor Juschtschenko in Deutschland mit der Teilnahme an der Münchner Sicherheitskonferenz.

28. Februar 2007

Der offizielle Besuch des Ministerpräsidenten der Ukraine Wiktor Yanukowytsch in Deutschland.

23-24. Mai 2007

Der Arbeitsbesuch von Außenminister der Ukraine Arseniy Yatseniuk in Deutschland.

24.Juli 2007

Der Präsident der Ukraine Viktor Juschtschenko erstattete den Arbeitsbesuch in Bayern, um eine Gedenkstätte im ehemaligen Konzentrationslager Flossenburg zu besichtigen.

3.Oktober 2007

Der Präsident der Ukraine Viktor Juschtschenko nahm an der Verleihung des Quadriga Preises.

8.Februar 2008

Der Arbeitsbesuch von Außenminister der Ukraine Wolodymyr Ogryzko in Deutschland.

13-14. Februar 2008 

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier nahm an der ersten Sitzung der Außenminister der EU und der Schwarzmeer-Wirtschaftskooperation in Odessa teil. 

21.Juli 2008

Der Arbeitsbesuch der Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Ukraine.

16. September 2008

Der Arbeitsbesuch vom Außenminister der Ukraine Wolodymyr Ogryzko in Deutschland.

6. Oktober

Der Arbeitsbesuch vom Außenminister der Ukraine Wolodymyr Ogryzko in Deutschland.

6-7. Februar 2009

Die Teilnahme von Ministerpräsidentin der Ukraine Yulia Tymoschenko an der Münchner Sicherheitskonferenz.

17. Juni 2009

Der gemeinsame Besuch von deutschen und polnischen Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Radek Sikorsky in der Ukraine.

27. November 2009

Der Arbeitsbesuch vom Außenminister der Ukraine Petro Poroschenko in Deutschland.

9.-10. Dezember 2009

Arbeitsbesuch der Ministerpräsidentin der Ukraine Julia Tymoschenko in Bonn zwecks Teilnahme am Kongress der Europäischen Volkspartei

 

5.-6.Februar 2010

Arbeitsbesuch des Außenministers der Ukraine Petro Poroschenko in Bonn zwecks Teilnahme am 46.Münchener Sicherheitskonferenz

am 25.Februar 2010

Der Staatsminister im Auswärtigen Amt Werner Hoyer vertritt die Bundesrepublik Deutschland auf der Zeremonie der Amtseinführung des Präsidenten Wiktor Janukowytsch

 

am 27.Februar 2010

Der Außenminister der Ukraine Kostyantyn Gryshenko nimmt in Bonn am ersten Treffen der Außenmister der Länder des Weimarer Dreiecks (Deutschland, Polen und Frankreich) und der Ukraine teil

 

16.-17.Juni 2010

Der Vorsitzende der Werchowna Rada (des Parlaments der Ukraine) Wolodymyr Lytwyn stattet einen offiziellen Besuch in Deutschland ab

 4.-5. Juni 2010

Der Außenminister der Ukraine Kostyantyn Gryshenko stattet in Deutschland einen offiziellen Besuch ab

 am 9.Juli 2010

Die 5.Sitzung der bilateralen High Level Group für wirtschaftliche Zusammenarbeit findet in Berlin statt

 

am 30.August 2010 

Der Präsident der Ukraine Wiktor Janukowytsch stattet in Deutschland einen offiziellen Besuch ab

 

am 27.Oktober 2010

Der Außenminister der Ukraine Kostyantyn Gryshenko weilt in Berlin mit einem Arbeitsbesuch

 

am 6.Februar 2011

Der Außenminister der Ukraine Kostyantyn Gryshenko nimmt an der 47.Münchener Sicherheitskonferenz

 

am 15.Februar 2011 

Das bilaterale Gespräch zwischen dem Ministerpräsidenten der Ukraine Mykola Asarow mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel am Rande des Gipfels „Wischegrad-Gruppe (Polen, Tschechien, Ungarn und die Slowakei) und die Ukraine, Deutschland, Österreich“ in Bratislava

am 2.März 2011  

Der Vizekanzler, Bundesaußenminister Guido Westerwelle stattet einen offiziellen Besuch in der Ukraine ab

 

14.-15. April 2011 

Der Außenminister der Ukraine Kostyantyn Gryshenko nimmt am Treffen der Außenminister der NATO sowie Truppenhersteller-Staaten für Afghanistan und   an der Sitzung der NATO-Ukraine-Kommission auf Ebene der Außenminister in Berlin teil

am 27.Mai 2011

Das bilaterale Treffen des Präsidenten der Ukraine Wiktor Janukowytsch mit dem Bundespräsidenten Christian Wulff am Rande des 17. Präsidententreffens der Länder des Zentral- und Osteuropas  in Warschau

8.-9.August 2011

Der Arbeitsbesuch des Vize-Ministerpräsidenten, Wirtschaftsministers der Ukraine Sergiy Tigipko in Berlin

 

23.September 2011

Das bilaterale Treffen des Außenministers der Ukraine Kostyantyn Gryshenko mit dem Bundesaußenminister Guido Westerwelle am Rande der 66.UN-Generalversammlung in New-York

 

30.September 2011

Das bilaterale Treffen des Präsidenten der Ukraine Wiktor Janukowytsch mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel am Rande des Gipfels der Östlichen Partnerschaft in Warschau

 

15.November 2011

Das trilaterale Treffen der Präsidenten der Ukraine Wiktor Janukowytsch und  Bundespräsidenten Christian Wulff und Präsidenten Polens Bronislaw  Komorowski in Breslau

 

4.-5. Dezember 2011

Die Teilnahme des Außenministers der Ukraine Kostyantyn Gryshenko an  der Internationalen Afghanistan-Konferenzvom in Bonn

 6.Dezember 2011

Das bilaterale Treffen des Außenministers der Ukraine Kostyantyn Gryshenko mit dem Bundesaußenminister Guido Westerwelle am Rande des OSZE-Ministerrats in Vilnius

 13. Dezember 2011

Die 6.Sitzung der High-Level-Group für wirtschaftliche Zusammenarbeit in Kiew

 

 3.-5. Februar 2012

Der Präsident der Ukraine Wiktor Janukowytsch nimmt an der 48.Münchener Sicherheitskonferenz teil. Der Präsident der Ukraine hält die Rede auf der Diskussion zum Thema „Energetik, Ressourcen und die Umwelt: die neuen Sicherheitsparadigmen?“

 4. Februar 2012

Das bilaterale Treffen des Außenministers der Ukraine Kostyantyn Gryshenko mit dem Bundesaußenminister Guido Westerwelle am Rande des 48.Münchener Sicherheitskonferenz

 15.Oktober 2012

Der Erste-Vizeministerpräsident der Ukraine Waleriy Choroschkowsky stattet in Berlin einen Arbeitsbesuch ab

 

25.-26. Februar 2013

Der Außenminister der Ukraine Leonid Kozhara stattet in Berlin einen offiziellen Besuch ab

 

22.-24.Mai 2013

Der Arbeitsbesuch des Vize-Ministerpräsidenten der Ukraine Oleksander Vilkul in Deutschland

 

23.Mai 2013

Die 7.Sitzung der High-Level-Group für ukrainisch-deutsche Wirtschaftsbeziehungen in Berlin

20.-21.Juni 2013

Der Arbeitsbesuch des Bundesaußenministers Guido Westerwelle in der Ukraine

2.Juli 2013

Der Außenminister der Ukraine Leonid Kozhara stattet in Berlin einen Arbeitsbesuch ab

 31.Juli 2013

Der Arbeitsbesuch des Ersten Vize-Ministerpräsidenten Sergiy Arbusow in Berlin 

3. Dialog auf hoher Ebene:

Besuche hochrangiger Beamter:

- 6. März 2014 - Treffen des Ministerpräsidenten der Ukraine A.P.Jazenjuk mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (Brüssel);

- 7. März 2014 - Besuch des Vizekanzlers, Bundesministers für Wirtschaft und Energie S.Gabriel in der Ukraine. Treffen mit dem Ministerpräsidenten der Ukraine A.P.Jazenjuk;

- 21. März 2014 - Treffen des Ministerpräsidenten der Ukraine A.P.Jazenjuk mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (Brüssel);

- 28-29 Mai 2014 - Arbeitsbesuch des Ministerpräsidenten der Ukraine A.P.Jazenjuk in Deutschland (Berlin, Aachen). Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel;

- 5. Juni 2014 - Arbeitsbesuch des neugewählten Präsidenten der Ukraine P.Poroschenko in Deutschland. Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel;

- 6. Juni 2014 - Treffen des Präsidenten der Ukraine P.Poroschenko mit Bundeskanzlerin Angela Merkel im Rahmen der Feierlichkeiten anlässlich des 70. Jahrestages der Landung der Truppen der Antihitler-Koalition in Normandie;

- 7. Juni 2014 - Arbeitsbesuch des Bundespräsidenten J.Gauck in der Ukraine. Teilnahme an der Amtseinführung des Präsidenten der Ukraine P.Poroschenko;

- 27. Juni 2014 - Treffen des Präsidenten der Ukraine P.Poroschenko mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (Brüssel);

- 23. August 2014 - Arbeitsbesuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Ukraine;

- 5. September 2014 - Treffen des Präsidenten der Ukraine P.Poroschenko mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Rande des NATO-Gipfel (Newport);

- 16. Oktober 2014 - Treffen des Präsidenten der Ukraine P.Poroschenko mit Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem ASEM-Gipfels (Mailand);

- 16. November 2014 - Treffen des Präsidenten der Ukraine P.Poroschenko mit Bundespräsident Joachim Gauck am Rande des Gipfels von Visegrad, Deutschland und der Ukraine (Bratislava).

 Dialog auf der Außenmimisterebene

 31. Januar - 2. Februar, 2014 -  Arbeitsbesuch des Ministers für auswärtige Angelegenheiten der Ukraine in Deutschland, Teilnahme an der 50. Münchner Sicherheitskonferenz. Treffen mit Bundesaußenminister Frank-W.Steinmeier;

- 20 - 21 Februar 2014 -  Arbeitsbesuch des deutschen Außenminister Frank-W.Steinmeier  in der Ukraine (gemeinsam mit den Außenministern von Frankreich und Polen);

- 22. März 2014 - Arbeitsbesuch des deutschen Außenministers Frank-W.Steinmeier in der Ukraine (Kyiw, Donetsk);

- 13. Mai 2014 - Arbeitsbesuch des deutschen Außenminister Frank-W.Steinmeier in der Ukraine (Kyiw, Odesa);

- 20. Mai 2014 - Offizieller Besuch des stellvertretenden Ministers für auswärtige Angelegenheiten der Ukraine A.B.Deschytsia in Deutschland;

- 23 - 24 Juni 2014 - Arbeitsbesuch des deutschen Außenministers Frank-W.Steinmeier in der Ukraine (Kyiw);

- 02 - 03 Juli 2014 – Arbeitsbesuch des ukrainischen Außenministers P.A.Klimkin in Deutschland (vierseitiges Ministertreffen im "Normandie Format");

- 17 - 18 August 2014 – Arbeitsbesuch des ukrainischen Außenministers P.A.Klimkin in Deutschland (vierseitiges Ministertreffen im "Normandie Format");

- 09 - 10 Oktober 2014 - Arbeitsbesuch des ukrainischen Außenministers P.A.Klimkin in Deutschland;

- 18. November 2014 - Arbeitsbesuch des  deutschen Außenministers Frank-W.Steinmeier in der Ukraine (Kyiw);

- 15. Dezember 2014 – Treffen des Außenministers der Ukraine P.A.Klimkin mit seinem Amtskollegen Frank-W.Steinmeier bei einem Treffen im Format "Ukraine+ Freunde der Ukraine in der EU" (Brüssel);

- 19. Dezember 2014 - Arbeitsbesuch des deutschen Außenministers Frank-W.Steinmeier in der Ukraine (Kyiw).

2015

7-8.Januar 2015 – Antrittsbesuch des Ministerpräsidenten der Ukraine Arsenij Jazenjuk in der Bundesrepublik Deutschland

6.-7.Februar 2015 – Arbeitsbesuch des Präsidenten der Ukraine Petro Poroshenko in München zu der Sicherheitskonferenz

15-16.März 2015 – Antrittsbesuch des Präsidenten der Ukraine Petro Poroshenko in der Bundesrepublik Deutschland (Dresden und Berlin)

1-2.April 2015 – Arbeitsbesuch des Ministerpräsidenten der Ukraine Arsenij Jazenjuk in der Bundesrepublik Deutschland

13-14.Mai 2015 – Arbeitsbesuch des Präsidenten der Ukraine Petro Poroshenko in der Bundesrepublik Deutschland (Berlin und Aachen)

22.Mai 2015 - Treffen des Präsidenten der Ukraine Petro Poroshenko mit der Bundeskanzlerin Merkel am Rande des Gipfels der "Östlichen Partnerschaft" in Riga

24. August 2015 – Arbeitsbesuch des ukrainischen Präsidenten P. Poroschenko in Deutschland (Berlin).

27. September 2015 – Treffen des ukrainischen Präsidenten P. Poroschenko mit der Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland A. Merkel im Rahmen der 70. UN-Generalversammlung (New York).

2. Oktober 2015 – Verhandlungen im Normandie-Format zwischen dem Präsidenten der Ukraine P. Poroschenko, der Kanzlerin der Bunderepublik Deutschland A. Merkel, dem Präsidenten von Frankreich F. Hollande und dem Präsidenten der Russischen Föderation V. Putin (Paris).

23. Oktober 2015 – Arbeitstreffen des Ministerpräsidenten der Ukraine A.P. Jatsenjuk in Deutschland, Teilnahme am deutsch-ukrainischen Wirtschaftsforum.

30. November 2015 – Treffen des ukrainischen Präsidenten P. Poroschenko mit der Bundeskanzlerin im Rahmen der UN-Klimakonferenz (Paris)

 

Dialog auf der Außenministerebene:

8. Januar 2015 - Arbeitreffen des Außenministers der Ukraine P. Klimkin mit dem Außenminister der Bundesrepublik Deutschland

 12.-13. Januar 2015 - Arbeitstreffen des Außenministers der Ukraine P. Klimkin mit dem Außenminister der Bundesrepublik Deutschland (Gesprächsrunde der Außenminister im Normandie-Format).

21. Januar 2015 - Arbeitstreffen des Außenministers der Ukraine P. Klimkin mit dem Außenminister der Bundesrepublik Deutschland (Gesprächsrunde der Außenminister im Normandie-Format).

 24. Februar 2015 - Gesprächsrunde der Außenminister im Normandie-Format (Paris, Frankreich).

 13. April 2015 - Arbeitstreffen des Außenministers der Ukraine P. Klimkin mit dem Außenminister der Bundesrepublik Deutschland (Gesprächsrunde der Außenminister im Normandie-Format).

14. Mai 2015 - Außenministertreffen der Ukraine und der Bundesrepublik Deutschland während der Sitzung der NATO-Ukraine-Kommission (Antalya, Türkei).

 29.-30. Mai 2015 - Arbeitsbesuch des Außenministers der Bundesrepublik Deutschland F.W. Steinmeier (Dnipropetrovsk, Ukraine)

 3. Juni 2015 - Arbeitstreffen des Außenministers der Ukraine P. Klimkin mit dem Außenminister der Bundesrepublik Deutschland.

 23. Juni 2015 - Gesprächsrunde der Außenminister im Normandie-Format (Paris, Frankreich).

 12. September 2015 - Arbeitstreffen des Außenministers der Ukraine P. Klimkin mit dem Außenminister der Bundesrepublik Deutschland (Gesprächsrunde der Außenminister im Normandie-Format).

 6. November 2015 - Arbeitstreffen des Außenministers der Ukraine P. Klimkin mit dem Außenminister der Bundesrepublik Deutschland (Gesprächsrunde der Außenminister im Normandie-Format).

 

2016

1. Februar 2016 – Arbeitsbesuch des ukrainischen Präsidenten P. Poroschenko in Deutschland (Berlin).

12-13. Februar 2016 - Arbeitsbesuch des Präsidenten der Ukraine Petro Poroschenko in München

17. März 2016 – Trilaterales Treffen der Präsidenten der Ukraine, Frankreichs und der Deutschen Bundeskanzlerin in Brüssel

27-28. Juni 2016 – Antrittsbesuch des Ministerpräsidenten der Ukraine Wolodymyr Groisman in der Bundesrepublik Deutschland

9. Juli 2016 – Treffen „G5 + Ukraine“ des Präsidenten der Ukraine Petro Poroschenko, der USA Barack Obama, der Deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, des Präsidenten Frankreichs Francois Hollande, des Premierministers Großbritanniens David Cameron, des Premierministers Italiens Matteo Renzi im Rahmen des NATO-Gipfels in Warschau

15. September 2016 – Treffen des Parlamentspräsidenten der Ukraine Andrij Parubij mit dem Präsidenten des Deutschen Bundestages Norbert Lammert

29. September 2016 - Arbeitsbesuch des Bundespräsidenten Joachim Gauck zur Teilnahme an der Gedenkzeremonie am Jahrestag der Tragödie von Babyn Jar (Kyjiw)

19. Oktober 2016 – Berliner Normandie-Gipfel (Vierergesprächsrunde im Normandie-Format)

 

Besuche auf der Außenministerebene:

14. Januar 2016 – Treffen des Außenministers der Ukraine und der Bundesrepublik Deutschland während der Sitzung des Ständigen Rates der OSZE (Wien).

13. Februar 2016 – Arbeitsbesuch des ukrainischen Außenministers P. Klimkin in Deutschland (Vierergesprächsrunde im Normandie-Format).

22. Februar 2016 – Arbeitsbesuch der Außenminister Deutschlands und Frankreichs in der Ukraine

11. Mai 2016 - Arbeitsbesuch des ukrainischen Außenministers Pawlo Klimkin in Deutschland (Vierergesprächsrunde im Normandie-Format).

1-2. Juni 2016 - Arbeitsbesuch des ukrainischen Außenministers Pawlo Klimkin in Deutschland

8-9. September 2016 - Arbeitsbesuch des ukrainischen Außenministers Pawlo Klimkin in Deutschland (Berlin)- Bilaterales Gespräch mit dem Außenminister Deutschlands Frank-Walter Steinmeier

14-15. September 2016 - Arbeitsbesuch der Außenminister Deutschlands und Frankreichs in der Ukraine

8-9. Dezember 2016 - Arbeitsbesuch des ukrainischen Außenministers Pawlo Klimkin in Hamburg an der Spitze der ukrainischen Delegation zum 23.Treffen des OSZE-Ministerrates. Bilaterales Gespräch mit dem Außenminister Deutschlands Frank-Walter Steinmeier

 2017

- 31. Januar 2017 – der Arbeitsbesuch des Präsidenten der Ukraine Petro Poroshenko in der Bundesrepublik Deutschland (Berlin).
- 30. März 2017 – das Treffen des Präsidenten der Ukraine Petro Poroshenko mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel im Rahmen des EVP-Gipfels.
- 20. Mai 2017 – der Arbeitsbesuch des Präsidenten der Ukraine Petro Poroshenko in der Bundesrepublik Deutschland (Gransee).
- 22. Juni 2017 – das Treffen des Präsidenten der Ukraine Petro Poroshenko mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel im Rahmen des EVP-Gipfels.
 - 23. November 2017 – das Treffen des Präsidenten der Ukraine Petro Poroshenko mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel während des 5. Gipfels der Östlichen Partnerschaft.

Auf der Ebene der Außenminister

- 18. Februar 2017 – das Treffen der Außenminister im Normandie-Format (München).
- 3. März 2017 – der Arbeitsbesuch des deutschen Außenministers Siegmar Gabriel in der Ukraine.
 - 25. Oktober 2017 – der Arbeitsbesuch des Außenministers der Ukraine Pawlo Klimkin in der Bundesrepublik Deutschland.

Stand der Handels- und Wirtschaftsbeziehungen und Investitionsaktivitäten zwischen der Ukraine und der Bundesrepublik Deutschland

                                

HANDEL UND INVESTITIONSZUSAMMENARBEIT ZWISCHEN DER UKRAINE UND DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND 

            

Im Jahr 2018 belegte Deutschland den ersten Platz unter den europäischen Handelspartnern der Ukraine mit dem Anteil von 17,83%.

Der Umsatz des bilateralen Handels von Waren und Dienstleistungen stieg um 12,9% und betrug 8,94 Mrd. USD. Dabei hat die Ausfuhr um 22,7% auf 2,59 Mrd. USD zugenommen, die Einfuhr wuchs um 9,5% auf 6,34 Mrd. USD.

 

Bilateraler Handel von Waren und Dienstleistungen

(Angaben des Staatlichen Amts für Statistik der Ukraine, in Mio. USD)

 

 

M. 2018 

M. 2019

+/-, Mio.

2019/2018, %

Umsatz

2046,4

2129

+82,6

104

Ausfuhr

623,3

687,9

+64,6

110

Einfuhr

1423,1

1441,1

+18

101,3

Saldo

-799,8

-753,2

-

-

 

Im 1. Quartal 2019 belief das Handelsvolumen auf 2,13 Mrd. USD, was um 4% hoher als das Handelsvolumen für den entsprechenden Zeitraum des vorigen Jahres ist. Das Ausfuhrvolumen von ukrainischen Waren und Dienstleitungen nach Deutschland betrug 687,9 Mio. USD und stieg um 10%, das Einfuhrvolumen stieg um 1,3% und betrug 1441,1 Mio. USD. 

 

Zum 01.01.2019 hat Deutschland 1668,1 Mio. USD in die Wirtschaft der Ukraine investiert, was 5,16% des Gesamtvolumens aller ausländischen Direktinvestitionen in die ukrainische Wirtschaft beträgt, und somit den vierten Platz unter den wichtigen Investitionspartner genommen.

 

Erheblicher Umfang der deutschen Investitionen in die ukrainische Wirtschaft entfällt auf den Industriebereich und beläuft sich auf 1039,9 Mio. USD (62% des Gesamtvolumens der deutschen Investitionen in die ukrainische Wirtschaft).

Die deutschen Investoren haben in den Groß- und Einzelhandel, die Reparatur der Kraftfahrzeuge und Motorräder 208,7 Mio. USD eingesetzt (12,5%).

In den Transport, die Lagerwirtschaft, Post- und Kurierdienste haben die deutschen Investoren 133,8 Mio. USD eingesetzt (8% der deutschen Investitionen).

Darüber hinaus hat Deutschland auch in die folgenden Bereiche investiert: Finanz- und Versicherungstätigkeit; Land-, Forst- und Fischwirtschaft; Bauwirtschaft; Verwaltungs- und Unterstützungsdienste; berufliche, wissenschaftliche und technische Tätigkeit; Information und Telekommunikation; Immobiliengeschäfte usw.

Zum 01.01.2019 hat die Ukraine in die deutsche Wirtschaft 3,42 Mio. USD investiert. Die meisten Investitionen (2,5 Mio. USD, 72,8%) entfallen auf den Industriebereich (Verarbeitungsindustrie). Außerdem wurden die ukrainischen Investitionen in die folgenden Bereiche eingesetzt: Bauwirtschaft; Transport; Lagerwirtschaft; Verwaltungs- und Unterstützungsdienste

Wissenschaftliche und technische Zusammenarbeit

                                

Wissenschaftlich-technische Kontakte zwischen der Ukraine und der Bundesrepublik Deutschland beziehen sich auf die Gemeinsame Erklärung über wissenschaftlich-technische Beziehungen, die am 10.Juni 1993 von dem Bundesministerium für Forschung und Technologien der BRD und dem Staatlichen Ausschuss für Wissenschaft und Technologien der Ukraine unterzeichnet wurde, und als eine Ressortvereinbarung gilt.

Während der ersten gemeinsamen Sitzung, die in 1997 in Bonn stattfand, wurde die erste ukrainisch-deutsche Arbeitsgruppe für wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit in Rahmen der Erklärung gegründet.

Im Laufe der gemeinsamen Sitzungen, die in der Ukraine und der BRD organisiert wurden, wurden die Fragen besprochen, die dem Zustand und dem Weg der bilateralen Zusammenarbeit gewidmet waren.

Seit 1997 haben bisher zehn Sitzungen der Arbeitsgruppe stattgefunden. In diesem Zeitraum wurden etwa 160 ukrainisch-deutsche Forschungsprojekte unter Förderung der ukrainischen und deutschen Seite veranstaltet. Nach den Ergebnissen der letzten Ausschreibung sind 12 gemeinsame Projekte zustande gekommen.

Außerdem dauern die Diskussionen über die Teilnahme der Ukraine an dem Projekt des europäischen internationalen Beschleunigerzentrums FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research) an. Dieses einzigartige Zentrum beschäftigt sich mit der Ion- und Antiprotonforschung und bietet die Möglichkeit, die höchstwichtigsten modernen Teilgebiete der Wissenschaft und Technologien zu erforschen.

In 2014 wurde die bilaterale wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit großenteils auf Universitätsebene ausgeweitet. Es war bedingt durch die zahlreichen zwischenuniversitären Kooperationsbeziehungen, Abschluss der 25 Teilhabervereinbarungen und finanzielle Unterstützung von dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). Die Zusammenarbeit mit der Akademie der Wissenschaften und anderen wissenschaftlichen Organisationen ist gestiegen, trotzdem läuft die gemeinsame Entwicklungsarbeit an den früher angefangenen Projekten weiter, darunter Nanoforschung, Nanotechnologien und Nanobiotechnologien; Werkstoffkunde, physische und chemische Technologien; Gesundheitsschutz und Medizintechnik; Information- und Telekommunikationstechnologien und Meeresforschungen. Im Bereich der Grundlagenforschung führen die Staatliche Grundlagenforschungsstiftung und die Deutsche Forschungsgemeinschaft die ständige Ausschreibung der gemeinsamen Projekte fort.

In 2014 lag die Bilanz des DAAD für die Förderung des akademischen Austauschs mit der Ukraine bei 5,6 Millionen Euro. Diese Gelder wurden den 1365 ukrainischen und 329 deutschen Studenten zur Verfügung gestellt. Die Finanzierung des DAAD ermöglichte es außerdem den 12 Lehrkräften, die deutsche Sprache und Literatur an den ukrainischen Universitäten zu unterrichten.

Dank dem Programm „Leonard-Euler“ wurden die Stipendien den 58 ukrainischen Wissenschaftlern für Durchführung der Untersuchung mittels des Systems „Sur place“ gegeben. Die weitere Entwicklung hat die Zusammenarbeit im Rahmen des elektro-technischen und informationstechnologischen Projekts DUPro auf Basis der Technischen Universität Magdeburg bekommen.

Die Veranstaltungen von vier Teilhabervereinbarungen zwischen ukrainischen und deutschen Universitäten wurden dank dem Programm „Go East“ von dem Bundesministerium für Bildung und Forschung in 2014 finanziert.

Im Rahmen des Programms «PHUDE», die Kooperation der Hochschulen mit den deutschen Unternehmen repräsentiert, wurde von dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ein Projekt finanziert.

Am 11. Juni 2014  fand die Zehnte Sitzung der ukrainisch-deutschen Arbeitsgruppe für wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit statt.

Außer der Erörterung der Fragen in Bezug auf den gegenwertigen Zustand der Entwicklung von wissenschaftlich-technischer Zusammenarbeit in beiden Ländern, wurde besondere Beachtung auf die vorhandenen und möglichen Verfahren der Kooperation mit Beschaffung von Privat- und Staatsinvestitionen  gewidmet. Mit der Absicht von Weiterverwendung wurden die für beide Seiten gültigen Mechanismen der Zusammenarbeit festgestellt. Außerdem haben die Seiten sich während des Treffens verabredet, die Ausschreibung der gemeinsamen ukrainisch-deutschen wissenschaftlich-technischen Projekte fortzuführen.

Mit dem Ziel die enge Zusammenarbeit zwischen dem Ministerium für Bildung und Wissenschaft der Ukraine und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Gang zu setzen, wurde das ukrainisch-deutsche Forum  „Bildung, Wissenschaft, Innovationen an der Universitäten: aktuelle Herausforderungen“ am 6-7 März 2015 in Kyiw veranstaltet. Es ermöglichte auch die Kontakte zwischen dem Verband der Rektoren der ukrainischen Hochschulen und HRK(German Rector`s Conference) herzustellen. Die Kooperation zwischen deutschen und ukrainischen Universitäten förderte weitere Entwicklung der Bildungsprogramme, wissenschaftlicher Forschungen, Innovationen und akademischer Mobilität der Studenten, Wissenschaftler und Lehrkräfte an den Universitäten. Im Rahmen des Forums wurde die Frage der Bildungsqualität und Entwicklung des wissenschaftlichen Potenzials und seine praktische Bedeutung an den Hochschulen besprochen.

Um relevante Methoden und Vorgehensweise für Bewertung der Forschungsinstitute der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine durchzuarbeiten, wurde am 24-25 März 2015 kooperatives Seminar (NAWU, MBWU) organisiert. Die Vertreter der deutschen Seite waren die Sachverständiger aus Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft,  Max-Planck-Gesellschaft,  Leibniz-Gemeinschaft, Wissenschaftsrat und Center International Migration.

Die Zusammenarbeit in Forschung, Bildung und Wissenschaft zwischen Deutschland und der Ukraine hat sich in den vergangenen Jahren stetig intensiviert. Das hängt eng mit dem Aktionsplan der Bundesregierung zur Unterstützung der Ukraine zusammen.

Auch für das Bundesforschungsministerium spielt die Ukraine eine Schlüsselrolle im Kontext der östlichen Partnerschaft, was sich an zahlreichen bilateralen Aktivitäten zu den unterschiedlichsten Themen widerspiegelt.

Ziel des deutsch-ukrainischen Treffens am 13.Juli 2016 in Berlin war es, die gutnachbarschaftlichen Beziehungen und ihre besondere Bedeutung für die Integration der Ukraine in den europäischen Hochschul- und Forschungsraum zu würdigen. Unter anderem wurden die durch das Bundesforschungsministerium unterstützten Reformvorhaben im ukrainischen Bildungs- und Wissenschaftssystem präsentiert. Darauf aufbauend wurden Potenziale herausgestellt und neue Maßnahmen für die deutsch-ukrainische Zusammenarbeit angeschoben.

Das Bundesforschungsministerium lud zu dem Treffen daher gezielt hochrangige Entscheidungsträger aus Politik, Wissenschaft und Bildung sowie ausgewählte Akteure ein, die sich in der internationalen Zusammenarbeit, insbesondere mit der Ukraine, hervorgetan haben.

Kulturelle und humanitäre Zusammenarbeit

                                

Der ukrainisch-deutsche kulturelle Dialog entwickelt sich aufgrund des kulturellen Abkommens beider Länder vom 15. Februar 1993.

Die Grundprinzipien der Zusammenarbeit auf dem Gebiet Jugendpolitik sind ebenfalls im entsprechenden Abkommen zwischen beiden Ländern vom 26.August enthalten.

Die meistgelungenen Projekte letzter Zeit im Bereich Kultur waren die ukrainischen Kulturwochen in Deutschland (2000), deutsche Kulturwochen in der Ukraine (2003 sowie 2008), die ukrainische Kulturwoche in Bayern (Juni 2008) aber auch die ukrainischen Kulturtage im Europapark Rust (Oktober 2008).

Als sehr markant gelten auch die die ukrainische Filmwochen in Nord-Rhein Westfallen (März 2009). Das ukrainische Filmfest in Bayern (September 2009), die ukrainischen literarischen Lesungen in Berlin (Juni 2009), das erste ukrainische Festival «Ukrainale 2009», das 14. Ukrainicum beider Universität Greifswald (August 2009).

In den letzten zwei Jahren auf Deutschlandtour waren die ukrainische Kapelle «Dumka», das Chor «Hreschtschatyk», die Rockbands «Hajdamaky», «Vopli Vidoplassova» sowie «Mandry».

Die moderne bildende Kunst aus der Ukraine in den letzten zwei Jahren war dank der Zusammenarbeit mit der Bereznizki Gallery sowie White Art Gallery vertreten.

Der 2099 in Berlin gegründete ukrainische Kinoklub,  der immer mehr Zuschauer deutshlandweit gewinnt, feierte 2014 sein 5-jähriges Bestehen.

Das Jahr 2014 zeichnete sich durch jede Menge Kultur- sowie Informationsveranstaltungen infolge der Revolution der Würde auf dem Maidan sowie der Aggression im Osten der Ukraine aus, wobei unser Land eine tatkräftige Unterstützung der deutschen Gesellschaft genießen konnte.

Allein in Berlin ist es uns gelungen, gemeinsam mit unseren deutschen Partnern und Freunden über 100 Veranstaltungen und Aktionen jeglicher Art zu organisieren, die zahlreiche Besucher  unter der Bevölkerung aber auch den Gästen der deutschen Hauptstadt lockte. Beispielsweise, wurde am 14-17.August 2014 das Friedensfestival Berlin durchgeführt, der traditionell zum Ziel hat, für den Frieden und gegen Armut und Krieg zu kämpfen. Im Rahmen des Festivalprogramms wurden zahlreiche Veranstaltungen erfolgreich abgehalten, darunter auch eine markante Präsentation des ukrainischen Infostands, Verkostung ukrainischer Späzialitäten, aber auch eine Diskussionsreihe zur aktuellen Lage im Osten der Ukraine , Annexion der Krim sowie den Bestrebungen der Ukrainer, in der Zukunft einer großen europäischen Familie anzugehören.

Ihren großen Beitrag zu diesem Erfolge leistete die Gemeinschaft Euromaidan Warta von Berlin.

Das gemeinsame Autorennen am 2.August 2014 zählt zurecht zu den populärsten Ereignissen des Jahres 2014. Im Rahmen der Aktion fand die Kundgebung „Die Mauer der Gleichgültigkeit und Nichtstuns muss fallen. In der Ukraine verteidigt man die europäischen Werte “ zur Unterstützung der Ukraine in ihrem Kampf gegen den russischen Aggressor statt.

All die oben erwähnten Events wurden unter anderem zu einer wirksamen Plattform für die objektive Informierung über die wahren Geschehnisse, haben zugleich geholfen, die Spenden für die Behandlung der Patrioten der Ukraine, die an den Kriegsfeldern auf Donbass schwer verletzt wurden, zu sammeln.

Im Zeitraum vom 10. bis 20.September 2014 versammelten sich in Berlin die Literaturfreunde zum ХІV Internationalen Literaturfestival, das eine breite Palette der ukrainischen Lyrik und Prosa präsentierte. Der berühmte Schriftsteller Andrey Kurkov präsentierte unter anderem seine „Ukrainischen Tagesbücher“, düe für ein positives Echo sorgten.

Mit großem Interesse verfolgten die Besucher die Podiumsdiskussionen mit den Aktivisten des Euromaidan Anastasia Makarenko, Iryna Wakulka, Waleriy Grynkow, Jewgen Sojkin, Taras Jemtschura und anderer.  

Seit 1992 lädt die Teestube David in Zusammenarbeit mit der Ukrainischen Kinderkrebshilfe David in jedem Jahr 25 krebskranke Kinder aus der Ukraine während der Sommerferien zur Rehabilitation nach Neumünster ein.

Zwei weitere Reha-Angebote konnte man im Erholungsheim der Baptisten in Mölln und 2004 im Erholungsheim der Adventisten in Poliana, Transkarpaten, Ukraine durchführen.

Über 600  Kinder konnten die Aktivisten bisher zu Reha-Maßnahmen nach Neumünster/Schleswig-Holstein einladen und 65 Kinder in die beiden anderen Orte, sodass schon weit mehr als 665 Kinder in ihrem Leben diese Starthilfe erlebt haben.

Mehr als 100 Helferinnen und Helfer, die Stadt Neumünster, das Friedrich-Ebert-Krankenhaus, die Bundeswehr, die Regieeinheiten des Katastrophenschutzes und viele Firmen unterstützen diese Aktivitäten jedes Jahr unentgeltlich.

Regionale Zusammenarbeit

 

Interregionale Zusammenarbeit und Städtepartnerschaften

Diedeutsch-ukrainische interregionale Zusammenarbeit und Städtepartnerschaften, sind zum wichtigen Bestandteil der Beziehungen zwischen Deutschland und der Ukraine geworden. Die entwickeln sich besonders intensiv seit den späten 80er Jahren. Beeinflußt von den politischen Veränderungen in der Sowjetunion in jener Zeit begannen die Bundesländer, Städte und Gemeinden der Bundesrepublik Deutschland Kontakte zu den damaligen sowjetischen Republiken und Städten anzuknüpfen.

Besonders aktiv entstanden die Städtepartnerschaften in den 90er Jahren nach der Proklamation der Unabhängigkeit der Ukraine. Heute haben über 30 deutsche Städte eine ukrainische Stadt oder Gemeinde ihren Partner.

Aktiv entwickeln sich auch die Kontakte zwischen Regionen der Ukraine und Deutschlands. Allein in den letzten Jahren wurde der Zusammenarbeit zwischen der Autonomen Republik Krym und dem Bundesland Rheinland-Pfalz, Odessa Gebiet und Baden-Württemberg, Donezk Gebiet und Saarland, Lwiwer Gebiet und Thüringen Anstoß gegeben. Diese Zusammenarbeit umfasst eine reiche Palette von bilateralen wirtschaftlichen, kulturellen, humanitären und wissenschaftlichen Kontakten. Damit trägt sie auch zum Ausbau der freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und der Ukraine bei.

Zu einer wichtigen Etappe in der qualitativen Entwicklung der Interkommunikation zwischen den Städtepartnerschaften wurden die Deutsch-Ukrainischen Städtepartnerschaftskonferenze, die erste fand in Odessa am 9.-12. Oktober 2008 statt und die zweite in Leipzig am 6.-9. Oktober 2011, anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft zwischen Kiew und Leipzig.

Heute entwickeln sich weitere Städtepartnerschaften zwischen der Ukraine und Deutschland. 2012 wurden zu den offiziellen Partnern ukrainische Stadt Wolodymyr-Wolynski und sächsisches Zwickau. Dynamisch und perspektivvoll sind die Beziehungen zwischen Nierstein (Rheinland-Pfalz) und Ukrainka (Kiewer Gebiet), zwischen Lwiwer Gebiet und dem Freistaat Thüringen (im Mai 2013 hat der Gouverneur des Lwiwer Gebietes auf Einladung der thüringischen Seite an den Europa-Tagen in Erfurt teilgenommen).

Am 7.September 2015 unterzeichneten offizielle Vertreter der Regionen ein Partnerschaftsabkommen zwischen Luzk und Detmold.

 

Liste der Städte- und Regionalpartnerschaften Ukraine - Deutschland

Offizielle Partnerschaften

 

(1)   Kreis Baryschiwka und StadtBeresan (Gebiet Kiew)

Pullach im Isartal (Bayern)

seit 1990

(2)   Charkiw

Nürnberg (Bayern)  

seit 1990

(3)   Charkiw-Ordshonikidse

Berlin-Steglitz-Zehlendorf

seit 1990

(4)   Donezk

Bochum (Nordrhein-Westfalen)

seit 1987

(5)   Jalta (Krim)

Berlin-Pankow-Prenzlauer Berg

seit 2000

(6)   Jalta (Krim)

Baden-Baden (Baden-Württemberg)          

seit 1994

(7)   Jewpatorija (Krim)

Ludwigsburg (Baden-Württemberg)           

seit 1990

(8)   Kaniw (Gebiet Tscherkassy)

Viersen (Nordrhein-Westfalen)

seit 1996

(9)   Kiew

Leipzig (Sachsen)

seit 1961

(10) Kiew

München (Bayern)   

seit 1989

(11) Kiew-Petschersk

Berlin-Charlottenburg-Wilmersdorf

seit 1991

(12) Kobeljaky (Gebiet Poltawa)

Singen am Hohentwiel (Baden-Württemberg)

seit 1993

(13) Korssun-Schewtschenkiwskyj(Gebiet Tscherkassy)

Gifhorn (Niedersachsen)

seit 1989

(14) Kowel (Gebiet Wolhynien)

Walsrode (Niedersachsen)

seit 2003

(15) Lwiw / Lemberg

Freiburg im Breisgau (Baden-Württemberg)

seit 1989

(16) Obuchiw (Gebiet Kyiw)           

Radebeul (Sachsen)

seit 1999

(17) Odessa

Regensburg (Bayern)

seit 1990

(18) Poltawa

Filderstadt, Leinfelden-Echterdingen, Ostfildern

(Baden-Württemberg)

seit 1988

(19) Saporishshja

Magdeburg (Sachsen-Anhalt)

seit.2008

(20) Saporishshja

Oberhausen (Nordrhein-Westfalen)

seit 1986

(21) Simferopol (Krim)

Heidelberg (Baden-Württemberg)

seit 1991

(22) Solotschiw (Gebiet Lwiw)

Schöningen (Niedersachsen)

seit 1996

(23) Stryj (Gebiet Lwiw)

Düren (Nordrhein-Westfalen)

seit 2001

(24) Sumy

Celle (Niedersachsen)

seit 1990

(25) Ushhorod

Darmstadt (Hessen)

seit 1992

(26) Wolowez (Transkarpatien)

Bad Endorf (Bayern)

seit 2001

(27) Wyschhorod (bei Kiew)

Eichenau (Bayern)

seit 1992

(28) Gebietsrat Transkarpatien

Bezirkstag Oberfranken(Bayern)         

seit 2001

(29) Wolodymyr-Wolynski

Zwickau (Sachsen)         

seit 2012

(30) Morschyn

Amt Wachsenburg  (Thüringen)

seit 2013

(31) Luzk

Detmold (NRW)

seit 2015

 

Freundschaftliche Beziehungen und Kontakte

(1)   Brody

Wolfratshausen (Bayern)

(2)   Gribowa

Stadt / Samtgemeinde Freren(Niedersachsen)         

(3)   Kamjanez-Podilsky

Wiesbaden-Schierstein(Hessen)

(4)   Kirowohrad

Niedernhall (Baden-Württemberg)

(5)   Kobeljaky (Gebiet Poltawa)

Konstanz (Baden-Württemberg)

(6)   Komsomolske

Mittenwalde (Mark)(Brandenburg)

(7)   Switlodolynske (ehem. Lichtental bei Sarata), Geb. Odessa (ehem. Bessarabien)  

Kirchberg a.d. Murr (Baden-Württemberg)

(8)   Luzk

Bad Salzuflen (Nordrhein-Westfalen)

(9)  Lwiw (Lemberg)

Gernsbach (Baden-Württemberg)

(10) Lwiw (Lemberg)

Kellinghusen (Schleswig-Holstein)   

(11) Kreis Nowaja Uschiza

Hersbruck (Bayern)         

(12) Perwomajsk

Weißensee (Thüringen)

(13) Riwne

Oberviechtach (Bayern)         

(14) Semeniwka

(ehem. Seimeny bei Akkerman),

Geb. Odessa (ehem. Bessarabien)

Ludwigsburg (Baden-Württemberg)

(15) Slawutytsch

Mittweida (Sachsen)

(16) Staryj Sambir

Kelheim (Bayern)

(17) Tschernihiw

Memmingen (Bayern)

(18) Truskawez

Haßfurt / Kreis Haßberge(Bayern)

(19) Uschhorod

Prien am Chiemsee (Bayern)

(20) Wyschhorod (bei Kiew)

Lörrach (Baden-Württemberg)

(21) Wyschhorod (bei Kiew)

Nussloch (Baden-Württemberg)

(22) Ukrainka (bei Kiew)

Nierstein (Rheinland-Pfalz)

 

Vertragsrechtliche Grundlage der deutsch-ukrainischen Beziehungen

                                

Die vertragsrechtliche Grundlage der ukrainisch-deutschen Beziehungen besteht heute aus 89 Dokumenten völkerrechlichten Charakters, die in den Jahren 1992-2013 abgeschlossen wurden, davon 43 Vereinbarungen auf der staatlichen und Regierungsebene.

Zum ersten politischen Dokument der bilateralen Willenserklärung wurde die Gemeinsame Erklärung über die Grundlagen der Beziehungen zwischen der Ukraine und der Bundesrepublik Deutschland, die am 9. Juni 1993 in Kiew vom ehemaligen Präsidenten der Ukraine Leonid Krawtschuk und Bundeskanzler Helmut Kohl unterzeichnet wurde.

Heutzutage arbeiten die Ukraine und Deutschland an Erweiterung der vertragsrechtlichen Grundlage der bilateralen Beziehungen.

Der größere Bestandteil von der rechtlichen Grundlage der bilateralen Beziehungen setzt sich aus den Vereinbarungen und Kooperationsprogrammen der Zusammenarbeit auf der zwischenbehördlichen Ebene zusammen.

Die heutigen ukrainisch-deutschen Beziehungen entwickeln sich auf einer soliden vertragsrechtlichen Grundlage und die wichtigsten Dokumente darunter sind:

    I. Gültige Normenrechtsunterlagen der Deutsch-Ukrainischen Zusammenarbeit

- Abkommen über die Binnenschifffahrt vom 14.07.1992

- Abkommen über kulturelle Zusammenarbeit vom 15.02.1993

- Abkommen über die unbeschränkte Bewegungsfreiheit 15.02.93

- Gemeinsame Erklärung über die Grundlagen der Beziehungen zwischen der Ukraine und der Bundesrepublik Deutschland vom 09.06.1993.

- Vertrag über die Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Umweltschutzes vom 10.06.1993

- Vertrag über die Entwicklung einer umfassenden Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Wirtschaft, Industrie, Wissenschaft und Technik vom 10.06.1993

- Abkommen über die Seeschifffahrt vom 10.06.1993

- Abkommen über den grenzüberschreitenden Straßenverkehr vom 10.06.1993

- Abkommen über Fragen von gemeinsamem Interesse im Zusammenhang mit kerntechnischer Sicherheit und Strahlenschutz vom 10.06.1993

- Abkommen über Entsendung der deutschen Lehrkräfte in die ukrainischen Bildungseinrichtungen vom 10.06.1993

- Abkommen über den Luftverkehr vom 10.06.1993

- Vereinbarung über jugendpolitische Zusammenarbeit vom 27.08.1993

- Vertrag zwischen zwischen der Ukraine und der Bundesrepublik Deutschland über die Entwicklung der globalen Zusammenarbeit im Bereich der Wirtschaft, Industrie, Wissenschaft und Technik vom 05.11.1993

- Abkommen über die Zusammenarbeit bei der Lösung von Problemen der Eliminierung von Nuklearwaffen vom 24.03.1994

- Abkommen zwischen der Ukraine und der Bundesrepublik Deutschland über die Förderung der Investierung und den Schutz der Investitionen vom 29.06.1996

- Abkommen über Kriegsgräberfürsorge in der Bundesrepublik Deutschland und in der Ukraine vom 29.05.1996

- Rahmenabkommen über Beratung und technische Zusammenarbeit vom 29.05.1996

- Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen vom 04.10.1996

- Abkommen über den gegenseitigen Schutz von Verschlusssachen vom 29.05.1998

- Abkommen zwischen dem Ministerium für Agrarpolitik der Ukraine und dem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft vom 19.01.2001

- Аbkommen zwischen dem Ministerkabinett der Ukraine und der Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland über finanzielle Zusammenarbeit vom 20.02.2004

- Abkommen über die Zusammenarbeit im Veterinärbereich vom 20.02.2004

- Abkommen zwischen der Regierung der Ukraine und der Regierung der Bundesrepublik Deutschland über die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der organisierten Kriminalität, des Terrorismus und anderer Straftaten von erheblicher Bedeutung vom 30.08.2010

- Abkommen zwischen dem Ministerkabinett der Ukraine und der Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland über finanzielle Zusammenarbeit vom 30.12.2011

- Gemeinsame Erklärung über die Fortsetzung der Zusammenarbeit bei der Fortbildung von Führungskräften der Wirtschaft der Ukraine zwischen der Regierung der Ukraine Deutschland und der Regierung der Bundesrepublik Deutschland 23.05.2013 (verlängert bis 2019)

- Stellungnahme der Regierung der Ukraine und der Bundesrepublik Deutschland bezüglich der Einführung des Projekts „Energieeffizienz in Gemeinden“ vom 06.02.2014

- Abkommen zwischen dem Ministerkabinett der Ukraine und der Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland über die finanzielle Zusammenarbeit (Assignierung 2010 und 2011, kommunales Programm zum Klimaschutz II (Projekt „Kommunale Wasserwirtschaft der Stadt Tscherniwzi, Stadium I“)

- Stellungnahme zu den gemeinsamen Vorhaben der Regierung der Ukraine und der Bundesrepublik Deutschland bezüglich des ungebundenen Finanzkredits in Höhe von 500 Mio. Euro vom 01.04.2015

- Rahmenvertrag der individuellen Kreditvergabe zwischen dem Ministerkabinett der Ukraine und der KfW, Frankfurt am Main für das deutsche Garantieschema bezüglich des ungebundenen Finanzkredits (UFK) für die Ukraine ab 10.04.2015

- Finanzvertrag zwischen dem Ministerkabinett der Ukraine und der KfW, Frankfurt am Main in Höhe von 14 Mio. Euro zur Unterstützung des Projekts „Förderung der Naturschutzgebiete der Ukraine“ vom 10.04.2015

- Vertrag zwischen der Regierung der Ukraine und der Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland zur Gründung der Deutsch-Ukrainischen Industriehandelskammer vom 23.10.2015

- Vergleichsvertrag zwischen dem Justizministerium der Ukraine und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bezüglich der Regulierung des Rechtstreits um die Entschädigungskompensation der Investitionsgarantien des Unternehmens „Gebr. Sanders GmbH & CO KG“ vom 23.10.2015

- Staatlicher Garantievertrag zur Kreditvergabe der EBWE in Höhe von 300 Mio. Dollar zur Finanzierung des Erwerbs von Gas des Unternehmens NAK „Naftohas Ukrajiny“ vom 23.10.2015

- Individueller Kreditvertrag zwischen dem Ministerkabinett der Ukraine und der KfW im Rahmen des Projekts „Wiederaufbau der Umspannwerke im Osten der Ukraine“ vom 10.10.2016

- Gemeinsame Erklärung über die Fortsetzung der Zusammenarbeit bei der Fortbildung von Führungskräften der Wirtschaft der Ukraine zwischen der Regierung der Ukraine und der Regierung der Bundesrepublik Deutschland vom 20.07.2017 

Die Ukrainerinnen und Ukrainer im Ausland: Ursprünge und Gegenwart

Bei der Bildung der derzeitigen ukrainischen Diaspora sind es vier Migrationswellen aus der Ukraine zu unterscheiden. Die erste Welle aus der Ukraine (im letzten Viertel des neunzehnten Jahrhunderts - Beginn des Ersten Weltkriegs) war vor allem durch die sozio-ökonomischen Bedingungen induziert.

Die zweite Massenflucht von Menschen außerhalb ihrer Heimat fiel zwischen den beiden Welt-Kriegen, wurde durch den wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen, wirtschaftlichen und politischen Gründen verursacht.

Zweiter Weltkrieg und seine Folgen führten zur dritten schweren Welle der ukrainischen Einwanderung, fast ausschließlich politischer Natur.

Die vierte Welle der Migration trat im späten zwanzigsten Jahrhundert und war in erster Linie sozio-ökonomischer Natur. In den letzten Jahren der Fluss der Auswanderung aus der Ukraine in einigen Ländern (einschließlich Kanada und den USA) hat die Qualität des Wandels geändert: ein wachsender Anteil der Intelligenz (in der Regel Fachleute in Bereichen System Analyse, Programmierung, Biologie, neue Werkstoffe, Automatisierung, etc.).

Der Zusammenbruch der UdSSR und die Entstehung auf seiner Fläche von souveränen Staaten gegründeten ukrainischen ethnischen Minderheiten in diesen Ländern durch die Bewegung der Arbeitsressourcen in den totalitären Regimen, bildete sich im Ausland zu finden. In der Tat, ein neues soziales Phänomen - die Ost-ukrainischen Diaspora. Aufgrund der internationalen territorialen Aufteilung zwanzigsten Jahrhunderts der ukrainischen Ethos erschien außerhalb der Ukraine. Diese Kategorie in der Ukraine gehört zu autochthonen, nationalen Minderheiten in mehreren europäischen Ländern (Polen, Slowakei, Weißrussland, Rumänien, der Region Transistrien der Republik Moldau, der Grenzregion zwischen der Russischen Föderation). Heute ist die Zahl der Personen ukrainischer Herkunft, die außerhalb der Ukraine, in der Nähe von 16 -Sie bis zu 20 Millionen.

Die Mehrheit der ukrainischen Bevölkerung in der Russischen Föderation. Nach Angaben der russischen Volkszählung im Jahr 2002 auf 2 943 471 - Bürger der RF identifizieren sich als ethnische Ukrainer. Allerdings, inoffizielle Statistiken, überschreiten der ukrainischen Bevölkerung in Russland 10 Mio. Menschen. Ja, vor ein paar Jahren russischen Demographen erklärten öffentlich die Tatsache des Aufenthalts im Land, etwa 8-10 Mio. Russische Bürger ukrainischer Herkunft. Mehr als 1 Million 27 Tausend Bürger ukrainischer Herkunft ihren Wohnsitz in Kanada (nach der Volkszählung in diesem Land im Jahr 2001. Die Zahl der Personen ukrainischer Herkunft in den Vereinigten Staaten, nach der Volkszählung im Jahr 2002 knapp 900 Tausend. Obwohl einige amerikanische Demographen glauben, dass die tatsächlichen Darstellung der ukrainischen Ethos in den USA - von 1,5 bis 2 Millionen. Unter den Ländern der wichtigsten ukrainischen Gemeinden im Ausland - Polen (660 T), Kasachstan (550 T), Brasilien (500 T), Argentinien (300-350 Tsd.) , Weißrussland (237 Tausend mutmaßliche Führer der ukrainischen Gemeinde in diesem Land nur in der Region Brest - der ehemalige ethnografischen Regionen der Ukraine «Beresteyschina» - sind über eine halbe Million ethnische Ukrainer), Usbekistan (mehr als 100 Tausend). Zahlreiche ukrainischen Gemeinden leben auch in Rumänien ( Über 61 Tsd), Lettland (etwa 60 Tausend), Kirgisistan (bis zu 46 Tsd. ), Polen (ca. 40 Tausend nach der amtlichen Statistik, informal - mehr als 200 Tausend), die Slowakei (ca. 35 Tsd. ), Georgien (ca. 35 Tsd. ), Australien (über 34 Tsd. ), dem Vereinigten Königreich (ca. 30 Tsd. ), Frankreich (ca. 30 Tsd. ), Deutschland (30 T), Aserbaidschan (29 T), Estland (28 T), Böhmen (mehr als 22 Tsd. ), Litauen (22 T), Serbien und Montenegro (über 20 Tsd. ), Turkmenistan (17 T), Ungarn (über 6 Tsd.), Bosnien und Herzegowina (fast 5 Tausend), Kroatien (4,3 Tausend), Tadschikistan (4 T), Österreich ( 3 Tausend), Armenien (über 2 Tausend), Bulgarien (ca. 1,5 Tausend). Allerdings ist die hohe Zahl der ukrainischen Bürger - Vertreter des ukrainischen temporäre Arbeitsmigration in Spanien (über 80 Tsd.), Portugal (ca. 60 Tsd.), Griechenland ( über 30 Tsd. ), in anderen Ländern. Die ukrainische Regierung strengt sich an, um die legitimen Rechte und Interessen der Bürger der Ukraine zu vertreten, die in Europa arbeiten werden. Viel Aufmerksamkeit wird die Anpassung der Mechanik ordnungsgemäßer Beschäftigung der ukrainischen Bürger in diesen Ländern zu zahlen, die Verbesserung ihrer sozialen Sicherung und den Ausbau der bilateralen Korrespondent normativen Rahmen. Diaspora im Vergleich mit anderen, sind die ukrainischen Gemeinden die zahlreichen Verbänden (eine vorsichtige Schätzung - ca. 3 T). Die meisten von ihnen sind in Kanada - fast tausend der politischen, kulturellen, Bildungs-, Berufs (Ärztekammer, Lehrer, Ingenieure, Rechtsanwälte), Frauen, Jugend, etc. Internationale Organisation der ukrainischen Weltkongress der Ukrainer (UWC), die mehr als 50 großen Unternehmen - die nahezu 30 Ländern vereint., gesamt alle diese Verbände einbeziehen den einzelnen Ländern zwischen 20 und 30 Prozent der Gesamtzahl aller ukrainischen Gemeinde. In einer Reihe von Ost-und einen Teil der Mittel-Europa und baltischen Länder in politischen und rechtlichen Status der ukrainischen Gemeinde legislativ als nationale Minderheit übertragen. Es bietet erhebliche staatliche Unterstützung für die Bemühungen der lokalen ukrainischen Gemeinden auf die Erhaltung der nationalen Identität, Bildung und Information in ihrer Muttersprache soll und so weiter. In Ländern, wo die ukrainische Gemeinde hat den Status der nationalen Minderheiten, die Bereitstellung von nationalen und kulturellen Bedürfnissen ist eine Frage des Begehrens und organisatorischen Bemühungen der Ukraine lebenden ethnischen in diesen Ländern. Die Frage der Zufriedenheit der nationalen und kulturellen Bedürfnisse der ukrainischen Gemeinden im Ausland ist Gegenstand der bilateralen zwischenstaatlichen Verhandlungen auf allen Ebenen. Die Zahl der bilateralen Abkommen, die die Realisierung von kulturellen, erzieherischen und anderen Forderungen der ukrainischen Diaspora festzulegen. erstellt bilaterale Regierungskommission für den Schutz der Rechte von Minderheiten gemischt. staatlichen Politik in Bezug auf die Beziehungen zu den ukrainischen Gemeinde im Ausland ist auf den folgenden Rechtsakten: die Verfassung der Ukraine, das Dekret des Präsidenten der Ukraine «Über die Ukrainer nationale Program» Overseas-Living «bis 2005» von September 24, 2001, dem Gesetz der Ukraine «Über die Rechtsstellung ausländischer Ukrainer «von der Obersten Rada der Ukraine am März 4, 2004 angenommen. Darüber hinaus ist Arbeit, die über die Gesetzentwürfe der Ukraine abgeschlossen» Über das Konzept der nationalen Politik im Bereich der Außen-Ukrainer «und» Über das Konzept der ethnischen Politik.


Der Europäische Kongress der Ukrainer


Der Europäische Kongress der Ukrainer (EKU) ist eine internationale Vereinigung von ukrainischen Organisationen, die mit dem Ziel gegründet wurde, die Arbeit der ukrainischen Gemeinden in den westeuropäischen Staaten zu koordinieren sowie die nationalen ukrainischen Angelegenheiten in den Ländern, in denen Ukrainer leben, objektiv darzustellen. Er sollte außerdem Aufklärungsarbeit unter der jeweiligen Bevölkerung bezüglich des ukrainischen Bestrebens der Unabhängigkeit des ukrainischen Volkes und der Errichtung eines geeinten unabhängigen ukrainischen Staates durchführen.

Vom 31. Dezember 1948 bis zum 4. Januar 1949 fand in London die Konferenz der ukrainischen bürgerlichen Hilfskomitees Europas statt, deren Mitglieder die ukrainische öffentliche Vereinigung für die Wahl der leitenden Gremien des ersten Koordinationszentrums der öffentlichen ukrainischen Zentralinstitutionen (KUZ) gründeten. In den Jahren 1949 bis 1991 vertrat das genannte Koordinationszentrum die Interessen der ukrainischen Gemeinden in 21 Ländern Europas. Die wichtigsten Aufgaben des Koordinationszentrums in dieser Zeit waren wie folgt definiert:

- Koordination der Tätigkeiten der bestehenden öffentlichen ukrainischen Institutionen im Ausland;

- Schutz und Vertretung der Interessen der ukrainischenAuswanderer;

- Unterstützung bei der Gründung öffentlicher ukrainischer Institutionen in den Ländern, in denen Ukrainer leben;

- Unterstützung bei Fragen der Mitglieder hinsichtlich des sozialen und kulturellen Lebens und der Bildung sowie Förderung der Entwicklung von sozialen und kulturellen Aktivitäten der ukrainischen Gemeinden in den Ländern, die nicht Mitglieder des KUZ sind;

- Aufbau und Pflege der Zusammenarbeit mit den öffentlichen ukrainischen Organisationen, Verbänden und Institutionen aus anderen Kontinenten, mit dem Ziel, an der Erlangung der Unabhängigkeit der Ukraine mitzuwirken sowie die nationalen Interessen zu schützen und das ukrainische Volk zu einen.

Auf der Tagung des Koordinationszentrums der öffentlichen ukrainischen Zentralinstitutionen in Prag (Tschechien) 1994 wurde das KUZ in den Europäischen Kongress der Ukrainer (EKU) umbenannt. Die Satzung des EKU wurde auf dem Prager Kongress ergänzt und verbessert, was dazu beitrug, neue Mitglieder aus Mittel- und Osteuropa aufzunehmen. Der EKU schützt heute die Interessen und koordiniert die Aktivitäten von 27 öffentlichen ukrainischen Organisationen in 22 europäischen Ländern: Belgien, Bulgarien, Bosnien und Herzegowina, Großbritannien, den Niederlanden, Griechenland, Dänemark, Spanien, Estland, Lettland, Litauen, Deutschland, Polen, Rumänien, Serbien, Montenegro, Slowakei, Ungarn, Frankreich, Kroatien, Tschechien, Schweden.

Nachdem die Ukraine die Unabhängigkeit erlangte, konzentriert sich der EKU auf:

- das ukrainische Volk beim Aufbau einer demokratischen Gesellschaft und sozialen Markwirtschaft zu unterstützen;

- die Ukraine in ihrer Zusammenarbeit mit den europäischen Ländern zu unterstützen sowie ihr beim Einstieg in die politischen und wirtschaftlichen Strukturen der Europäischen Union behilflich zu sein.

Der EKU ist sowohl Organisator als auch selbst aktiver Teilnehmer an zahlreichen Veranstaltungen auf europäischer Ebene, einschließlich der ersten europäischen Konferenz der ukrainischen Jugend unter dem Motto «Die ukrainische Jugend Europas an der Schwelle des XXI. Jahrhunderts» (Budapest, Ungarn, 22. – 23. Oktober 1999), der internationalen wissenschaftlichen Konferenz «Zehn Jahre Demokratie (1989 – 2000)» (Svidník, Slowakei, 16. – 17. Juni 2000), des ersten europäischen Forums der ukrainischen Verleger und Journalisten (Valencia, Spanien, 13. – 14. Oktober 2007), des internationalen Kongresses «Diaspora als ein Faktor für die Stärkung des ukrainischen Staates in der internationalen Gemeinschaft» (Lwiw, 18. – 20. Juni 2008) und anderer Veranstaltungen.

Die Vorsitzende des Europäischen Kongresses der Ukrainer ist Yaroslava Khortyani (Budapest, Ungarn). Das Sekretariat hat seinen Sitz in London (Großbritannien).

Vom 13. bis zum 15. November 2009 fand in London die 12. Tagung des Europäischen Kongresses der Ukrainer statt, während derer die Vorsitzenden und Vertreter der 19 Mitgliedsorganisationen des EKU teilnahmen. Glückwünsche zum 60. Geburtstag erhielt der EKU von dem Präsidenten der Ukraine Viktor Juschtschenko, dem Vorsitzenden des ukrainischen Parlaments Volodymyr Lytwyn, dem Außenminister Petro Poroschenko, dem Vorsitzenden des Ukrainischen weltweiten Koordinierungsrates Dmytro Pavlytschko, der Leiterin des Internationalen Instituts für Bildung und Beziehungen zur Diaspora Iryna Klyutschkovska und anderen offiziellen Personen.

In der Zentrale der Vereinigung der Ukrainer in Großbritannien fand dazu eine feierliche Sitzung des EKU statt. Während der Sitzung hielten die Vorsitzende Yaroslava Khortyani und der Generalsekretär Lubomyr Mazur Vorträge. Es wurden Fragen über die Aktivitäten der regionalen Organisationen des EKU, die Lage der ukrainischen Diaspora in den europäischen Ländern und anderes besprochen. Auf der 12. Tagung des EKU wurde beschlossen den Initiativen des Weltkongresses der Ukrainer über die Zusammenarbeit mit dem ukrainischen Staat und die Verbesserung der Arbeit mit der Jugend sowie die Förderung der Aktivitäten der Internationalen ukrainischen Schule zuzustimmen und diese zu unterstützen. Die Teilnehmer der Tagung wählten Yaroslava Khortyani als Vorsitzende des EKU wieder.

Berühmte Ukrainer in Deutschland

1. Jewspraksija Adelheid von Kiew

(Geb.1067/71; † 9.Mai/20. Juni 1109 in Kiew)

Jewspraksija wurde nach 1067 als Tochter des GroßfürstenWsewolod I.von Kyiw und dessen zweiter Ehefrau Anna von Polowzen geboren. Sie war Enkelin von Jaroslaw den Weisen, der seinen großen Beitrag zur Einigung des Kiewer Reichs und Verknüpfung tiefer Verhältnisse mit Byzanz geleistet hatte. Jewspraksija war auch Schwester von Wolodymyr Monomakh und Neffe der französischen Königin Anna Jaroslawna.

Zu ihrer ersten Hochzeit mit Graf Heinrich von Stade soll sie mit einer prunkvollen Kamelkarawane nach Sachsen gekommen sein.

Nach dem Tod Graf Heinrichs 1087 verliebte sich Kaiser Heinrich IV. in die umworbene Witwe. 1088 fand die Verlobung, am 14. August 1089 in Köln ihre Hochzeit statt, der unmittelbar die Krönung Adelheids, wie sie sich jetzt nannte, folgte.

Später scheiterte diese Ehe völlig. Heinrich warf seiner Frau Untreue vor und hielt sie in Verona unter Bewachung. Von dort konnte sie aber anfangs des Jahres 1094 zuMathilde von Tuszienfliehen.

Althoff nimmt an, dass die Ehe von Adelheid/Praxedis mit Heinrich IV. möglicherweise einen Friedensschluss Kaiser Heinrichs mit seinen Feinden, den Sachsen, bekräftigen sollte. Damit wäre ihre Rolle als Gemahlin analog der Rolle von Geiseln zu sehen, wie sie in dieser Zeit zur Bekräftigung und Absicherung von Bündnissen regelmäßig zu stellen waren.

Adelheid verließ nachdem der Papst sie von der Buße, die ihr hätte auferlegt werden sollen, befreit hatte, die Bühne der Weltgeschichte. Sie soll über Ungarn nach Kyiw zurückgekehrt sein, wo sie 1109 in einem Kloster verstarb.

2. Heilige Edigna zu Puch

Edigna zu Puch(* 11. Jh. in Frankreich?; †26. Februar 1109 in Puch bei Fürstenfeldbruck in Bayern) war die Enkelin vom Jaroslaws des Weisen, Großfürsten des Kiewer Reiches und die Tochter des Königs von Frankreich mit seiner dritten Frau Anna von Kiew.

Als ihr Gelöbnis ewiger Jungfräulichkeit durch eine geplante Heirat in Gefahr geriet, floh sie nach Deutschland. Sie schlummerte gerade auf dem Ochsenkarren ihres Fuhrmanns, als ihr Glöckchen bimmelte und ihr Hahn krähte. Kurz darauf erwachte sie und fragte den Fuhrmann, an welchem Ort genau diese Zeichen eingetreten waren. Dieser wies auf eine Linde hinter ihnen. Da sah Edigna darin ein Zeichen Gottes, das ihr diesen Platz als Wirkungsstätte zuwies. 35 Jahre lang lebte sie als Einsiedlerin ein frommes Leben in der hohlen Linde zu Puch. Sie unterwies das Volk im christlichen Glauben, predigte aus der heiligen Schrift, unterrichtete im Lesen und Schreiben und half bei vielen Nöten.

Edigna ist eine Selige der katholischen Kirche. Sie wurde zwar nie kanonisiert, wird aber im Heiligen- und Seligenverzeichnis im Institut Papst Johannes XXIII. der Lateran-Universität in Rom als Selige geführt. Als (mögliche) Verwandte ukrainischer Heiliger wird sie auch in östlichen Kirchen verehrt, wie Besuche von Gruppen der russisch-orthodoxen Kirche, der mit Rom unierten ukrainischen Kirche im Exil und der katholischen Ukrainer des byzantinischen Ritus in Puch zeigen.

Nach ihrem Ableben am 26. Februar 1109 tat sie viele Wunder für Mensch und Vieh.

Heutzutage funktioniert in Bayern der Edigna-Verein Puch e.V., im Rahmen dessen diverse Gedenkveranstaltungen durchgeführt werden.Hauptverehrungsstätte ist die Kirche St. Sebastian in Puch, die auf Edigna ausgerichtet ist.

3.Hetman Pawlo Skoropadskyj

(geb.am 3 (16). Mai 1873 in Wiesbaden; † 26. April 1945 in Metten)

Ein bekannterukrainischer Politiker, Funktionär und herausragende Militärperson.

Skoropadskyj wurde in 1873 in der ukrainischen Aristokratenfamilie geboren. Beendete 1893 den Militärkorpus in Peterburg. Sein professionelles Fortkommen wurde von Militärposten vom Zugführer während des Krieges gegen Japan bis auf Generalmajor (am 25.März 1912), und später im Laufe des Ersten Weltkrieges – Generalleutnant (1916) gekrönt.

Im Jahre 1917 wurde der «Eiserne Hetman» allgemein populär, als 2000 Delegierten ihn zum Militärataman in Tschyhyryn erklärten.

Nach der imFrieden von Brest-Litowsk im März 1918 den Mittelmächtenzugestandenen Besetzung der Ukraine, am 29.April 1918 an dem Ukrainischen Ackerbauergipfel wurde Pawlo Skoropadskyj zum Staatsoberhaupt der Ukraine (Hetman) ausgerufen. Dafür gaben 6432 Delegierten ihre Stimmen ab.

Während der Zeit seiner Regierung kam es zu einer starken Förderung des ukrainischen Kultur- und Bildungswesens. So wurden aufgrund von SkoropadskyjsDekreten mehrere ukrainische Universitäten gegründet, wie beispielsweise die in Kamjanez-Podilskyjim Oktober 1918. Über 30 anderer Staaten erkannten die Ukraine an, 10 darunter öffneten ihre Auslandsvertretungen in der ukrainischen Hauptstadt. Die Ukraine hatte damals 23 Auslandsvertretungen weltweit.

Nachdem Skoropadskyj sich anfangs noch in Kiew vor seinen politischen Gegnern verbarg, floh er1919 auf verschlungenen Wegen nach Berlin. Von Deutschland und der Schweiz aus versuchte er Unterstützung für einen Sturz der kommunistischenHerrschaft in der Ukraine zu gewinnen.

Skoropadskyj wurde kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges durch einen alliierten Bombenangriff vom 16. April 1945 schwer verletzt. Er erlag seinen Verletzungen wenig später im Spital desKlosters Metten und wurde in Oberstdorfbeigesetzt.

4.Mykola Porsch

(1879–1944)

Mykola Porsch war der berühmte ukrainische Politiker, Diplomat, Funktionär und Ökonom. Die patriotisch gesinnte Mehrheit unter Führung von Mykola Porsch gab den Namen seiner Partei «Ukrainische Sozialdemokratische Arbeiterpartei» (USDRP) und verabschiedete das Parteiprogramm mit der Forderung einer nationalen Autonomie für die Ukraine.

Porsch war ein aktives Mitglied des Zentralrates der Ukraine, seit November 1917 – Generalsekretär für Arbeit und Militärfragen. Er war Botschafter des jungen unabhängigen Ukrainischen Staates in Deutschland(1919–1920).

Nachdem die Ukrainische Volksrepublik scheiterte, blieb Porsch in Deutschland als Emmigrant und verließ die Politik. Mykola Porsch wurde in Berlin beigesetzt. Die Botschaft pflegt das Grab des ukrainischen Diplomaten.

4.Olexandr Dowschenko

(geb. am 29.August (10.September) 1894 in Tschernygiw Gebiet,; † 25. November 1956 in Moskau) war ein weltbekannter Regisseur und Schriftsteller, Klassiker der internationalen Kinobühne. Dowschenko gilt als einer der wichtigsten Regisseure des frühen sowjetischen Films.

Nach dem Studium am Glukhiwer Instytut für Pädagogik arbeitete Dowschenko als Lehrer in Kyiw und Zhytomyr. Juli 1921 nach der Anordnung des Volkskommissariates für auswärtige Angelegenheiten der Ukrainischen Sowjetischen Sozialistischen Republik wurde Dowschenko als Mitarbeiter der Konsularabteilung der Handelsvertretung in Warschau versetzt.

Sein Verdienst besteht in der Überwindung des revolutionären Pathos. Als Hauptwerke werden «Zwenyhora» (1928), «Arsenal» (1929), «Erde» (1930) angesehen. Die alten Filmstudios in Kiew sind nach ihm benannt. Nach seinem Tod 1956 vollendete seine Frau Julia Solnzewa die Dreharbeiten zum Film «Poem übers Meer» und «Verzauberte Desna».

5.Bohdan Osadczuk (Korab)

Der am 1.August 1920 im ostgalizischen Kolomea geborene und seit 1941 in Berlin lebende ukrainische Professor, Historiker und Journalist. Seit den fünfziger Jahren war Osadczuk unter dem Pseudonym Alexander Korab Osteuropa-Kommentator der «Neuen Zürcher Zeitung» und der Berliner «Tagesspiegel», ferner einer der wichtigsten Mitarbeiter der polnischen Exilzeitschrift «Kultura» und BBC. 1966 wurde er Professor an der Freien Universität Berlin.

2007 wurde vom Präsidenten der Ukraine mit dem Orden des Fürsten Jaroslaws des Weisen ausgezeichnet. Später bekam Osadczuk die Auszeichnung des Polnischen Sejms, in der unter anderem stand «Bohdan Osadczuk trug auch dem Fall der Berliner Mauer und der Unabhängigkeit der Ukraine bei»

Professor Osadczuk verstar in Polen am 92. Lebensjahr am 19. Oktober 2011.

6. Emma Andijewska

(geb. 1931 in Donezk), die weltberühmte Dichterin und Malerin, die bekannteste Künstlerin der ukrainischen Diaspora, lebt und arbeitet in München/Bayern, New York und Florida/USA.

Das große Debüt von Andijewska wurde Veröffentlichung ihres Gedichtbandes in den 50-er Jahren. Ihre Literaturwerke wurden damals mit der frühen Poesie von Tytschyna oder Rembo verglichen, indem die perfekte Einheitlichkeit des Poesiestils und der Malerei, die ihre Bücher stets ergänzt, betont wurde.

Die Gemäldeausstellungen von Andijewska finden in vielen Ländern weltweit mit großem Erfolg statt. Die ersten Aquarellwerke earen 1956 in München zu sehen, später kam der Erfolg in New-York (1989), wo die Künstlerin ihre Sammlungen «Architekturensembles» und «Zeichen» illustrierte.

Die Literaturkunst von Andijewska wird durch eine breite Palette der Poesie- und Prosawerke vertreten. Unter ihren bekannten Gedichtbändern sind «Poesie» (1951), «Idolgeburt» (1958), «Fisch und Größe» (1961), «Markt» und «Lieder ohne Text» (1968), «Landeslehre» (1975), u.a. besonders populär geworden.

Andijewska ist Mitglied des Ukrainischen Schriftstellerverbandes, des ukrainischen P.E.N.-Clubs, der Freien Akademie in München und des BBK.

Auszeichnungen: 1984 - Tetyana und Omelyan Antonovych-Preis (USA) für ihren «Roman über die menschliche Bestimmung»; 2002 - Orden der unabhängigen Zeitschrift Ji für den intellektuellen Mut; 2003 - Internationaler Literaturpreis.

Heute lebt Emma Andijewska in München.

Gemeindeorganisationen der Ukrainer in Deutschland

Dachverband der Ukrainer in Deutschland

http://www.dach-ukraine.de/de/

email: info@dach-ukraine.de

Vorsitzende: Lesia Schramko

 

Zentralverband der Ukrainer in Deutschland e.V.

Lindauer Alle 79

13407 Berlin

tel.  +49 30 505 66 218

mob. 0171 873 00 34

email: wolyn@arcor.de

http://zentralverband-ukrainer.com

Vorsitzende: Ludmyla Mlosch 


Deutsch-ukrainischer Kulturverein «Berehynja» e.V.
Köpitzer Str. 7
10315 Berlin
 tel.: +49 (0)176 49522060

e-mail: svitlana.foerster@gmx.de

Vorsitzende: Svitlana Förster

 

Ukrainischer Kinoklub Berlin

Eine unkommerzielle und unabhängige Initiative. Monatliche Filmvorführungen der herausragendsten ukrainischen Filmen und Filmen über die Ukraine werden von einer thematischen Diskussion begleitet, alle Filme werden mit englischen oder deutschen Untertiteln gezeigt.

Kontakt: ukkb@gmx.de

www.ukkb.wordpress.com

Koordinatorin: Oleksandra Bienert

 

KRYTYKA Journal and Publishing House
Vertretung Deutschland
www.krytyka.com
bienert@krytyka.com

“Krytyka” ist eine ukrainische analytische Zeitschrift, die sich den Fragen der gegenwärtigen geschichtlichen, soziologischen, kulturellen und politischen Diskussionen in Osteuropa und speziell in der Ukraine widmet. Die Beiträge werden sowohl von renommierten als auch von jungen Osteuropa-ForscherInnen sowie AnalytikerInnen verfasst und diskutiert. Gegründet wurde die Zeitschrift 1997 auf Initiative von Prof. George G. Grabowicz (Harvard University) und einer Gruppe ukrainischer Intellektueller. In der Redaktion sind solche namenhaften Vertreter der gegenwärtigen Wissenschaft und Kultur in Osteuropa vertreten, wie: Jurij Andruchowitsch, Bogumila Berdychowska, Prof. Jaroslav Hrytsak, Mykola Ryabchuk und andere. Die Zeitschrift wird in ukrainischer Sprache herausgegeben und ist zur Zeit eine der wenigen Plattformen für intellektuelle Diskussionen in der Ukraine.

 

Redaktion den Internet-Portal der Ukrainer in Deutschland:

www.ukrajinciberlinu.wordpress.com

Ukrainische Schulle "Materynka" (www.materynka.wordpress.com

Gneisenaustr. 2a

10963 Berlin

4 Stock

email: samborska@gmx.de

tel. 00491775495465

Kontakt: Olha Samborska

 

Ukrainisches Haus e.V.

Himmelgeisterstr. 96

40589 Düsseldorf

email: Irina.Jastreb@lvr.de

Vorsitzende: Iryna Jastreb

 

Bund ukrainischer Studenten in Deutschland e.V.

Postfach 100307

München 80077

Deutschland

tel: +49 157 89 261 037

tel:  +49 176 61 691 049

http://sus-n.org

Vorsitzende: Kateryna Ptashnyk

 

Ukrainischer PfadfinderverbundIn Deutschland «PLAST»

Schönstr. 55

81543 München

tel: +4989-56129090

Vorsitzende: Orest Mialkowskyy (+491712752760)

 

Vereinigung der ukrainischen Jugend e.V.

Schönstr.55

81543 München

tel: +4989-71940322

Vorsitzende: Demian Pantschuk

 

Bund ukrainischer Frauen in Deutschland

Schönstr. 55

81543 München

tel.: +4989-49001790

Vorsitzende: Mariyka Kovalyshyn

 

Gesellschaft «Ukraine»

Am Himbeerschlag 2

80935 München

Tel. 089-351-6448

Kontakt:

TetianaNova

IvanBobyn

OksanaKisil

 

AG Ukraine-Chemnitz-Europa e.V.

Elsasser Str. 33, 09120 Chemnitz

Tel.: 0152/13233027

ukraine.chemnitz@gmail.com

http://ukraine-chemnitz.de/

https://www.facebook.com/ukrainechemnitz/

Vorstand: Veronika Smalko (Vorsitz), Witalij Martschenko (Stellv.)

 

Ukrainer in Karlsruhe. Deutsch-Ukrainischer Verein e.V.

Julius-Leber-Str. 8
76448 Durmersheim
 +49(0)7245-8048774

usenjuk@web.de

Dr. Ulyana Senyuk 

 

Regionalvertretung der Ukrainer in Hamburg

Rerstig 95

Hamburg

 

Vorstand der Regionalen Vertretung der UKrainer in Nordrhein-Westfalen

Tholstr.13

45143 Essen

 

Vertretung der Ukrainer in Niedersachsen

c/o ZenonTereschkun

Nobelring5

30627 Hannover

 

Ukrainische Gemeinde in Schleswig-Holstein

Ziegelstrasse 67

23556 Lübeck

 

Institut für allseitige Verständigung zwischen dem deutschen und ukrainischen Völkern

Tacitusstr. 7 A, 50968 Köln

email: Valeri_Jourakhovski@t-online.de

Valeri Jourakhovski

 

Deutsch-Ukrainische Gesellschaft «Rhein-Nekar»

Odenwaldstr.30

69266 Nußloch

tel: 004906204/911778

Vorsitzender: Dr. Ernst Lüdemann

Vorsitzende: Maria Melnik

 

Brodina-Verlag

Michelbacher Str.18

64385 Reichelsheim 2

tel: 49-6164 1836

Anna Horbatsch

 

Ukrainische Freie Universität

Pienzenauerstrasse 15

81679 München

tel: +49 89 99738830

       + 4989 99738840

fax:  +49 89 997 388 50

email: ufu@extern.lrz-muenchen.de

Rektor: Yaroslava Melnyk

 

Gesellschaft «Ridna Schkola»

Isarring 11

80805 München

tel: +49 89 361 5473

Andriy Kuzan

Maria Fizak

 

Gemeindeorganisation «Ukrainer in Deutschland»

Steinhauser Strasse 48

81677 München

tel: +49 89 215 80444

Evelina Junker

 

UNESCO-Klub «Obrij» e.V.

Schweppermannstr. 2

81671 München

tel: +49-89961917377

fax: +49-8996191738

email: Obrij_ev@mail.ru

Tetiana Mamedowa

 

Ukrainischer Verein Frankfurt am Main

Postfach 170 145 Frankfurt am Main

60075 Deutschland

Tel.: +49 176 313 831 51

info@ukraine-frankfurt.de

http://www.ukraine-frankfurt.de/

https://www.facebook.com/ukrainer.frankfurt/

Vorsitzende – Stepan Rudnytsky

 

Der Verein Wir sind Ukrainer

https://wsu-ev.de/

https://www.facebook.com/WirSindUkrainer/

info@wsu-ev.de

Vorsitzende – Oleg Paslawsky

 

Die Freiwilligenorganisation „Frankfurter oboz“

Postfach 11 63

63151 Mühlheim

http://oboz-ev.de/de

https://www.facebook.com/groups/frankfurt.oboz/

info@oboz-ev.de

Vorsitzende – Inna Olijnyk

 

Deutsch-Ukrainische Verein Marburg OBOZ PLUS 

http://www.oboz-plus.de/index.php/de/

https://www.facebook.com/groups/oboz.plus/

Vorsitzende – Svitlana Diatschenko

 

Rhein-Dnipro Deutsch-Ukrainischer Verein e.V.

56068 Koblenz

Deutschland

https://www.facebook.com/RheinDnipro/

 

«Kinderhilfe Ukraine Rhein-Neckar für NovogradVolynskij»

Schützenstrю 167061

Ludwigshafen

http://www.kinderhilfe-ukraine-rhein-neckar.de/impressum/index.html

https://www.facebook.com/KinderhilfeUkraine/

Vorsitzende – Valentyna Sobetska

 

Ukrainische Gemeinde in Frankfurt am Main

http://www.ukrgromada-frankfurt.de/uk/informacija-pro-sait/ https://www.facebook.com/groups/405712802782387/?fref=ts.

Vorsitzende – Oleksii Yemelianenko

 

Museum für ukrainische Volkskunst in Hahnenbach (Rheinland-Pfalz)

Hennweilerstraße 5 + 7, 55606 Hahnenbach

Iryna Denys

tel.: 06752/720232

mob:0170/5992435

e-mail: irynadenys@gmail.com

http://www.kirn-land.de/vg_kirn_land/Touristik/Kultur%20und%20Geschichte/Museen/Museum%20f%C3%BCr%20ukrainische%20Volkskunst/

 

Gesellschaft «Pro Ukraine»

tel: +49 2102-183 47

fax: 49 2102-447821

email: DrUlibusch@aol.com

Uli Busch

 

Deutsch-Ukrainische Gesellschaft e.V., Freiburg

c/o Elena Weber
Nächstmatten 19
79232 March
E-Mail: info@dug-freiburg.de
www.dug-freiburg.de

www.facebook.com/728312190607967

 

Ukrainische intefgrationskulturelle Vereinigung «Lerche»

tel: 49 202-758 98 36,

email:lerchenkr@web.de

Zianna Kuschnir

 

Deutsch-ukrainischer Kommunikationskreis Köln/Nordrhein

tel: 49 2224-921 200

email: Benedikt.Praxenthaler@web.de

Benedikt Praxenthaler

Olesia Repgen

 

Internationales Zentrum für Kultur und Kunst «Kastan e.V.»

Am Holzkamp 14

40625 Düsseldorf

tel: 0211-2927607

fax: 0211-46875832

e-mail: kastan-kultur@web.de

Tetiana Tschornous

 

Ukrainisches Atelier für Kultur & Sport e. V.

Hagelsbrunnen 2c

70565 Stuttgart

Web: http://uaks.de

Mail: info@uaks.de

Telefon: +4915253969765

Vorsitzende: Kseniya Anufriyeva

 

Deutsch-ukrainisches Magazin Gel[:b]lau Gel[:b]lau 

Herausgeber: Ukrainisches Atelier für Kultur & Sport e. V.

Hagelsbrunnen 2c

70565 Stuttgart

Web: www.gelblau.net

E-Mail: red@gelblau.net

Facebook: www.fb.com/gelblau.ua

Chef-Redaktion:

Kseniya Anufriyeva, Ilona Ushenina


Deutsch-ukrainische wissenschaftliche Gesellschaft (DUWG) e.V.

Namens von Prof. Dr. J. Bojko-Blochyn

Die Deutsch-ukrainische wissenschaftliche Gesellschaft Namens von Prof. Dr. J. Bojko-Blochyn wurde am 28. Januar 2007 gegründet (Protokoll№1 von 28.01.07).

Die Grundzwecke des Vereins­:

- die Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen ukrainischen und deutschen Wissenschaftlern in den wissenschaftlichen, kulturellen und religiösen Gebieten;

- die Vertiefung der wissenschaftlichen Verbindungen zwischen den ukrainischen Wissenschaftlern und Wissenschaftlern nicht nur aus München, sondern auch aus ganz Deutschland;

- die Schaffung der wissenschaftlichen Projekte über die Zusammenarbeit zwischen den ukrainischen Wissenschaftlern, die in der Ukraine und im Ausland arbeiten, und ausländischen Wissenschaftlern.

Während der kurzen Existenz des Vereins wurden viele internationale wissenschaftliche Konferenzen organisiert, dazwischen «Die Ukrainer im Deutschland und Ausland und deutsche Diaspora in der Ukraine», «Holodomor – Hunderholokost in der Ukraine. Freigegebene Gedächtnis».

Im Jahre 2008 aus einer Vereinsinitiative wurde die Stiftung von Fam. Blochyn in der Universität im Perejasliv-Chmelnyzky gegründet. Ständig gibt der Verein einer Beilage in der Zeitung «Christliche Stimme» (München) heraus, wird die Akademien und Lektionen durchführen und bemüht sich die Studenten in eine wissenschaftliche Mitarbeit heranzuziehen.

In diesem Jahr entschied die Botschaft der Ukraine in Deutschland zu überprüfen, inwiefern das Sprichwort „Die Zunge bringt dich bis nach Kyjiw“ stimmt und schlug den Deutschen vor, sich die Ukraine und die ukrainische Kultur näher bringen zu lassen. Genaugenommen durch das Erlernen der ukrainischen Sprache mithilfe von Sprichwörtern. Denn diese sind nicht einfach nur Wortkombinationen, sondern beinhalten auch Lebenserfahrung und Weisheiten des Volkes sowie auch dessen Humor und Lebensmut.

 

Die Botschaft hat zehn Sprichwörter ausgesucht und auf deren Grundlage zehn kurze Animationsvideos produziert, die den Inhalt dieser Sprichwörter im Wortsinne wiedergeben sowie ihn dem deutschsprachigen Zuschauer veranschaulichen. Einige von diesen Videos wie zum Beispiel „Das Wort ist kein Spatz – lässt du es los, fängst du es nicht mehr ein“ kann man sich jetzt schon auf der Facebook-Seite der Botschaft und auf dem Youtube-Kanal des ukrainischen Außenministeriums anschauen. Alle zehn Videos im Rahmen des Projektes sollen bis Ende Juni veröffentlicht werden.

 

„Die ukrainischen Sprichwörter sind ein nationales Kulturgut, das wir modern und kreativ präsentieren wollen, so dass wir beim deutschen Publikum Interesse wecken und ihm die Ukraine näher bringen. Deswegen erfüllen die Sprichwörter in diesen Videos die Rolle einer Brücke, welche unsere beiden Kulturen - die ukrainische und die deutsche – verbindet, aber auch deren Gemeinsamkeit und zugleich Vielfalt zum Anschauen bringt“ – sagt dazu der ukrainische Botschafter in Deutschland Andrij Melnyk.

 

Die Informationskampagne „Sprichwörter“ ist eines der Abschlussprojekte im Rahmen des Deutsch-Ukrainischen Sprachenjahres, das seit Herbst 2017 läuft. Im Rahmen des Sprachenjahrs  fanden insgesamt 60 Kulturveranstaltungen statt, u.a. die Teilnahme der Ukraine an der Frankfurter Buchmesse, die Einführung ukrainischer Audiokommentar an Bord der Sightseeing-Busse von Berlin City Circle, zahlreiche Klassik-Konzerte sowie die Präsentation des neuen Romans von Serhij Zhadan „Internat“.

 

Dem Chef des Referates für Öffentlichkeitsdiplomatie des Außenministeriums der Ukraine Anatolij Solowej zufolge sei das ein wichtiger Schritt zur Popularisierung der ukrainischen Sprache nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit. „Daher möchten wir diese Initiative fortsetzen. Das Sprachenjahr der Ukraine wird demnächst in Frankreich ausgetragen“, so der Diplomat. 

 

Die Informationskampagne „Sprichwörter“ wird von der Botschaft der Ukraine in Deutschland gemeinsam mit dem Zentrum für strategische Kommunikationen StratCom Ukraine durchgeführt.

 

Die erste ukrainische Radiosendung startete in Berlin

Die erste Aufzeichnung der neu gegründeten ukrainischen Radiosendung in Deutschland "trembeatsFM" erfolgte im Rahmen des Sprachenjahres der Ukraine in Berlin. Die ersten Studiogäste waren Botschafter der Ukraine in Deutschland Andrij Melnyk und der populäre deutsche Politiker Karl-Georg Wellmann. Über das Bild der Ukraine, das Ansehen in Europa, das herausragende menschliche Potenzial und die große ukrainische Seele. Hinzu kommt jede Menge guter Musik, einzigartige Projekte, spannende Umfragen und unterhaltsame Gespräche mit neuen Gästen im Studio. Schon sehr bald auf AlexFM sowie online! 


Erkenne Berlin auf Ukrainisch! Die Audioguides aller 30 Ausflugsbusse von «Berlin City Circle» ertönen nun auch Ukrainisch 

Deutschland wurde zu einem der ersten EU-Länderwo die Ukrainer eine Führung in ihrer Muttersprache hören können, – in diesem November begannen die Audioguides aller 30 Ausflugsbusse von «Berlin City Circle» Ukrainisch zu sprechenNunmehr werden die Texte über die deutsche Hauptstadt mit Stimmen der ukrainischen Radiostars ertönen. 

Am 6. November hat der Botschafter der Ukraine in Deutschland Andrij Melnyk feierlich das ukrainische Fähnchen auf einem der Busse von «Berlin City Circle» angeklebt, und auf solche Weise offiziell die ukrainischsprachige Tour ins Leben gerufen:

«Wir haben nicht zufällig die Schaffung vom ukrainischen Audioguide in Berlin während der Durchführung des ukrainischen Sprachenjahres in der BRD initiiertEs war für uns wichtig, dass sich die ukrainischen Gäste in der deutschen Hauptstadt wohl fühlen und keine Barrieren zur Erkennung ihrer reichen Kultur und Geschichte empfindenEs ist uns jedesmal angenehm, die Dankesworte von den ukrainischen Touristen für dieses wichtige Hilfsinstrument zum Kennenlernen von Deutschland zu hörenMein großer Dank für die Unterstützung und Hilfe bei der Umsetzung des Projektes gilt der ukrainischen Freiwilligeninitiative Guide UA und persönlich den Starmoderatoren von Radio ROKS Sonya Sotnyk und Serhiy Senindurch deren Stimmen ab jetzt ukrainische Sprache in Berlin ausgestrahlt wird».

Der Start des ukrainischen Audioguides in Deutschland war schon lange geplant, und nach der Einführung des visafreien Verkehrs mit der EU und des heftigen Wachstums der Anzahl ukrainischer Touristen wurde unvermeindlich. Allein in der ersten Hälfte 2017 besuchten die BRD 14 Tausend Ukrainer, was 26 % mehr ist, als im gleichen Zeitraum des Vorjahres war. Und obwohl zirka 700 Tausend Ukrainer die deutsche Sprache erlernen, bei Weitem nicht alle ukrainischen Touristen beherrschen sie auf hohem Niveau. Ab heute wird es für sie kein Hindernis sein, die Geschichte und Kultur von Deutschland zu erlernen.

 

Die Studentin aus Dnipro Yaroslava war eine der ersten, die die Audioführung in Ukrainisch hörte und ihre Eindrücke mitteilte: «Meine Mutter und ich sind in Berlin das erste MalDie Gelegenheit, eine Rundfahrt in Ukrainisch zu hören wurde für uns eine angenehme ÜberraschungIn anderen Hauptstädten wird unseren Touristen normalerweise die russische Sprache angeboten, und dann muss man Englisch wählenAus prinzipiellen GründenEs scheint mir sogarwenn man sich die Exkursion auf Ukrainisch anhörtso scheint Berlin näher und gemütlicher zu sein».

 

Der Start des ukrainischen Sprachführers wurde im Rahmen des ukrainischen Sprachjahres in Deutschland durchgeführt. Das Jahr der ukrainischen Sprache in Deutschland 2017/18 ist ein Projekt der Botschaft der Ukraine in Deutschland, welches berufen ist, das ukrainisch-deutsches Dialog zu vertiefen und neue Impulse für die Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und Deutschland in den Bereichen Ausbildung und Kultur zu geben. Zu diesem Zweck hat die Botschaft bereits eine Reihe von Veranstaltungen organisiert: Teilnahme der Ukraine an der Frankfurter Buchmesse, Durchführung der Woche ukrainischer Kultur sowie Präsentation des neuen Romans von Serhij Zhadan über Donbas und Krieg «Internat». Im Laufe des Jahres plant die Botschaft noch eine Reihe umfassender kultureller Maßnahmen durchzuführen.

Holodomor in der Ukraine in den Jahren 1932-1933 als Genozid an der Ukrainischen Nation

Holodomor - Genozid an der ukrainischen Nation, der von der sowjetischen Führung mit Joseph Stalin an der Spitze mittels künstlich organisierter Massenhungersnot zwecks Vernichtung der Ukrainer, endgültiger Auslöschung des ukrainischen Widerstandes gegen das Regime und des Strebens der Ukrainer nach Aufbau eines selbständigen, von Moskau unabhängigen Ukrainischen Staates verübt wurde.

Völkerrechtliche Definition von Genozid

Die Definition von Genozid oder Völkermord im Völkerrecht wurde im Artikel 2 des Übereinkommens über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes vom Jahr 1948 gegeben. Der Begriff Genozid wurde vom Rechtswissenschaftler jüdischer Herkunft Raphael Lemkin eingeführt. Er war der erste Völkerrechtler, der die Verbrechen des kommunistischen Stalin-Regimes gegen die Ukrainer als Genozid definierte und den Genozid in der Ukraine im Kontext des Völkerrechts analysierte.

Genozid oder Völkermord wird als eine der folgenden Handlungen definiert, die in der Absicht begangen wird, eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören:

- Tötung von Mitgliedern der Gruppe;

- Verursachung von schwerem körperlichem oder seelischem Schaden an Mitgliedern der Gruppe;

- Vorsätzliche Auferlegung von Lebensbedingungen für die Gruppe, die geeignet sind, ihre körperliche Zerstörung ganz oder teilweise herbeizuführen;

- Verhängung von Maßnahmen, die auf die Geburtenverhinderung innerhalb der Gruppe gerichtet sind;

- gewaltsame Überführung von Kindern der Gruppe in eine andere Gruppe.

Herkunft des Begriffes „Holodomor“

Das slawischsprachige Doppel-Substantiv „Holodomor“ setzt sich aus zwei Wurzeln „holod“ und „mor“ zusammen, bedeutet „Massenmord durch Hunger, Leiden unter Hunger, Verhungern“ und wird von den Ukrainern als Bezeichnung für die Nationale Katastrophe von 1932-1933 verwendet. Zum ersten Mal wurde der Begriff „Holodomor“ am 17. August 1933 in der tschechischen Zeitschrift «Večernı́k P.L.» erwähnt, die einen Artikel unter dem Titel «Hladomor v SSSR» veröffentlichte.

Holodomor: Ursachen und Mechanismen

Der Holodomor 1932-1933 war kein zufälliges Ereignis natürlicher oder sozialer Herkunft, das durch Wetterkatastrophen bzw. Missernten o.ä. verursacht würde, wie es zuerst die sowjetischen und danach die pro-russischen Historiker behaupteten. Der „Tod durch Hunger“ war die Folge des von der totalitären Regierung angewandten Hungerterrors, sprich Genozid. Er wurde zu einer Bestrafung der Ukrainer für ihren Widerstand gegen die Kollektivierung von Landwirtschaft und für ihre Ablehnung der russischen Herrschaft. Diese Bestrafung wurde durch Vernichtung der ukrainischen Kultur, Sprache und Traditionen vollzogen. Durch die absichtlich geschaffene Hungersnot versuchte die Sowjetmacht das sogenannte „ukrainische Problem“ nach Stalins Erlass zu lösen.

Laut Historikern war die ukrainische Bauernschaft am Anfang der 1930er Jahre das Hauptzentrum des Widerstands gegen die bolschewistische Politik von Zwangskollektivierung und forcierter Industrialisierung. In der Ukraine fanden über 4 Tausend Massenproteste mit ca. 1,2 Millionen Beteiligten statt. Aus Kolchosen waren 41 200 Bauernhöfe ausgetreten. Ungefähr 500 Dorfräte weigerten sich, unrealistische Pläne für Getreideerfassung zu akzeptieren.

Stalin hatte Angst, die Ukraine als eine Ressource zu verlieren, ohne die der Aufbau eines mächtigen industriellen Imperiums, das die Welt zu erobern vermöchte, nur ein Traum geblieben wäre.

Um die Ukraine nicht zu verlieren, erarbeitete das sowjetische Regime einen Plan für Vernichtung eines Teils der Ukrainischen Nation, der unter dem Plan für Getreideabgabe an den Staat verhüllt war. Es ging um eine gänzliche Einziehung aller Getreidevorräte, dann um eine Beschlagnahme von anderen Lebensmittel und Vermögen als Strafe für die Nichterfüllung des Abgabeplans. Nachdem das Regime die Ukraine in ein Territorium von Massenhungersnot verwandelte, sperrte es sämtliche Rettungswege. Die Hungernden wurden isoliert.

Zu diesem Zweck wurde das System von „schwarzen Tafeln“ eingeführt und die Ausreise der Hungernden aus der Ukraine verboten. Die auf „schwarze Tafeln“ eingetragenen Dörfer und Kolchosen wurden von Truppen der Miliz und der sowjetischen Sicherheitsdienste umzingelt. Alle Lebensmittelvorräte wurden von dort ausgefahren. Jederart Handel und Wareneinfuhr wurden verboten. 22,4 Millionen Menschen wurden in Grenzen des Holodomor-Gebiets eingekesselt.

Ein weiterer Bestandteil des Genozids war die gezielte Blockierung von Informationen über die Hungersnot. Im Januar 1933 veröffentlichte die sowjetische Regierung eine Erklärung, dass es keinen Hunger im Land gebe. Das Stalin-Regime lehnte die Hilfe aus dem Ausland ab.  

Die Folgen des Holodomor

Der Holodomor umfasste den Zeitraum vom April 1932 bis November 1933. Innerhalb von diesen 17 Monaten wurden über 7 Millionen Menschen in der Ukraine getötet sowie 3 Millionen Ukrainer in den Gebieten außerhalb der Ukraine, die historisch von den Ukrainern bevölkert waren – Kuban, der Nordkaukasus, die Untere Wolgaregion und Kasachstan. Der Höhepunkt des Holodomor fiel auf den Frühling 1933. Jede Minute starben in der Ukraine 17 Menschen, jede Stunde – 1400 Menschen und jeden Tag - über 30.000. Die Frage der Anzahl der Holodomor-Opfer bleibt noch bis heute offen.

Die tatsächlichen Zahlen der Verstorbenen wurden verschwiegen, was sich mit einer Anordnung der Sowjetregierung bestätigt, laut der die Todesfälle bei Kindern im Alter unter einem Jahr nicht registriert werden sollten. Die Ukrainer im Alter von 6 Monaten bis zu 17 Jahren stellten etwa die Hälfte aller Holodomor-Opfer dar. Daher betrug die durchschnittliche Lebensdauer der Ukrainer im Jahr 1933 7,3 Jahre bei Männern und 10,9 Jahre bei Frauen. Zuvor waren solche Werte in der ganzen Geschichte der Menschheit nie festgestellt worden.

Von seiner antiukrainischen Ausrichtung und seinem Ausmaß her erwies sich der Holodomor 1932-1933 in der Ukraine als die grausamste Waffe für Massenvernichtung und soziale Versklavung der ukrainischen Bevölkerung, die vom totalitären kommunistischen Regime eingesetzt wurde.

All dies lässt schließen, dass der Holodomor in der Ukraine zu einer sozialen und humanitären Katastrophe auf globaler Ebene wurde.

Das Genozid-Verbrechen Holodomor hatte neben der physischen Tötung von Millionen von Menschen auch die Zerstörung der traditionellen ukrainischen Lebensweise zur Folge. Der Hunger wurde zu einer Waffe für biologische Vernichtung der Ukrainer, veränderte den Genpool des Volkes auf Jahrzehnte hinaus und führte zu moralisch-psychologischen Veränderungen im kollektiven Bewusstsein der Ukrainer. Die traditionellen Kultur und Volksbräuche erlitten eine Verformung. Der Holodomor veränderte vollkommen die gewohnte Wirtschaftsordnung auf dem Lande. Für viele Jahrzehnte wurden die ukrainischen Bauern zu entrechteten Kolchosarbeiter gemacht, ohne Personalausweis und Rente.

Zu psychologischen Folgen des Holodomor wurden Schuld- und Schamgefühle. Die Menschen fühlten sich dafür schuldig, dass sie ihre Familien und Verwandten nicht hatten retten können und schämten sich für ihre unmoralischen Taten, die sie begangen hatten, um selber zu überleben.

Mit der Lockerung der kommunistischen Kontrolle über das gesellschaftliche Leben in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre stellt sich die Erinnerung an den Holodomor wieder her. Seit 1993 werden die unschuldigen Opfer des Holodomor in der Ukraine auch auf Staatsebene gewürdigt. Im November 2008 wurde in Kyjiw die Nationale Gedenkstätte für die Opfer des Holodomor errichtet. Insgesamt wurden in der Ukraine über 7.100 den Opfern des Holodomor gewidmete Mahnmäler, Denkmäler und Gedenkzeichen errichtet.

Gedenken an die Opfer des Holodomor

Die Erinnerung an den Holodomor ist zu einem unabdingbaren Bestandteil des nationalen Gedächtnisses des ukrainischen Volkes geworden. Jedes Jahr am vierten Samstag im November zünden die Ukrainer Kerzen an - als Symbol des Gedenkens an diejenigen, die durch Hunger getötet wurden.

In über 40 Städten der 15 Länder der Welt wurden die Denkmäler oder andere Gedenkzeichen zur Würdigung der Holodomor-Opfer errichtet.

Bedeutung der internationalen Anerkennung des Holodomor als Genozid

Für die Ukrainer gilt die internationale Anerkennung des Holodomors als Bezeugung von Herstellung historischer Gerechtigkeit bei der Bewertung des Verbrechens gegen die Menschlichkeit, das am ukrainischen Volk begangen wurde, und als Demonstration von Verurteilung der Taten des totalitären Regimes, das Millionen von Menschen in der Ukraine vernichtet und den nationalen Geist des Ukrainertums untergraben hat.

Internationale Anerkennung des Holodomor als Genozid

1985-1988 erforschte die Kommission des US-Kongresses den Hunger in der Ukraine. In ihren Schlussfolgerungen betonte sie, dass „Joseph Stalin und seine Gefolge 1932-1933 einen Genozid am ukrainischen Volk verübt haben“. Die Schlussfolgerungen der Kommission eröffneten den Weg zur internationalen Anerkennung des Holodomor als Genozid. In den darauffolgenden Jahren verurteilten die Parlamente von Estland, Australien, Kanada, Ungarn, Litauen, Georgien, Polen, Peru, Paraguay, Ecuador, Kolumbien, Mexiko, Lettland und Portugal in ihren Akten den Holodomor als Genozidverbrechen. Außerdem wurden in einer Reihe der Länder der Welt auch auf Regional- bzw. Gemeindeebene Beschlüsse über die Verurteilung des Holodomor als Genozid-Verbrechen verabschiedet.

Ein wichtiger Bestandteil der Anerkennung des Holodomor in der Ukraine 1932-1933 als Genozid am ukrainischen Volk auf internationaler Ebene ist dessen Anerkennung im Rahmen der internationalen Organisationen wie Europarat, Europaparlament, Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, UN-Menschenrechtsrat, UNO usw.

Petition an den Bundestag und Deutschlands Anerkennung des Holodomor als Genozid

Am 30. April 2019 wurde auf Initiative der ukrainischen Aktivisten die Petition an den Deutschen Bundestag mit dem Aufruf zur Anerkennung des Holodomor als Genozid am ukrainischen Volke auf der Webseite des deutschen Parlaments veröffentlicht. Bis zum 27. Mai 2019 wurde die Petition von mehr als 80.000 Personen bei notwendigen 50.000 unterzeichnet. Jetzt befindet sich die Petition in der Prüfung beim Petitionsausschuss des Bundestages. Von seiner Entscheidung hängt es ab, ob sie auf die Tagesordnung der Bundestagssitzung zwecks Anerkennung gesetzt wird.

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