Am 1. März 2014 beschloss Russische Föderation ihre Militärtruppen in die Ukraine zu schicken. Solche Entscheidung Russlands, das gemäß dem Budapester Memorandum 1994 einer der Garanten der Sicherheit und territorialen Integrität der Ukraine ist, bedeutet die Verletzung dessen internationalen Verpflichtungen. Es sei daran zu erinnern, dass die Ukraine das erste Land in der Welt war, welches auf die Atomwaffe freiwillig verzichtet hat. Dafür bekam sie von den USA, Großbritannien und Russland die Garantien bezüglich ihrer territorialen Integrität und Sicherheit.
Die Ukraine hofft darauf, dass internationale Gemeinschaft mit ihren entschlossenen Taten die Militäraggression Moskaus verhindern wird.
Insbesondere rechnen wir in diesem Zusammenhang auf Deutschland.
Exakt vor 100 Jahren brach der Erste Weltkrieg aus. Als eines der wenigen Länder ist sich Deutschland der tragischen Folgen dieser Katastrophe bewusst.
Einige Jahrzehnte später ließ die internationale Gemeinschaft, die aus dieser Tragödie keine Lehre gezogen hat, durch ihre passive Haltung den Ausbruch des Zeiten Weltkrieges zu.
Während des jüngsten Besuchs in London stellte die Bundeskanzlerin Angela Merkel fest, 100 Jahre nach dem Ersten und 75 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg sei ein Krieg mitten in Europa nicht mehr denkbar. Wir alle nahmen diese Worte zur Kenntnis. Doch jetzt brauchen wir gemeinsame entschlossene Taten, die den neuen Krieg im Europa verhindern werden.
Dies ist eine politische und moralische Pflicht Deutschlands - dafür alles Mögliche zu tun und sogar mehr.
Die Zeit nur für die Worte der Besorgnisse ist schon vorbei.
Botschaft der Ukraine in der Bundesrepublik Deutschland
den 1.März 2014