Internationale Konferenz “Ukraine, Russland und die EU: Europa ein Jahr nach der Annexion der Krim” fand in Berlin statt
Am 02.03.2015 fand in der Heinrich-Böll-Stiftung eine spannende internationale Konferenz statt, gewidmet dem Konflikt zwischen Russland und der Ukraine und der Rolle der EU in der friedlichen Regelung des Konflikts. Böll Stiftung lud prominente Gäste ein, die auf die Frage eingegangen sind, warum der hybride Krieg Russlands gegen die Ukraine auch ein Angriff auf Europa ist. Die eingeladenen Experten waren sich einig, dass die sichere und stabile Ukraine gleichzeitig auch ein sicheres Europa bedeutet. Timothy Snyder, ein amerikanischer Historiker sprach über die Bedeutung und Gefahr der Revision der Geschichte der Sowjetunion durch Putin sowie neue Dimensionen der Kremls Propaganda. Politologin Lilja Schewzova betonte die Notwendigkeit, die Politik seitens der EU gegenüber Russland und weiteren möglichen Aggression umzudenken. Der ehemalige französische Außenpolitiker Bernard Kouchner sprach über Spaltung innerhalb der EU der Idee gegenüber, die Ukraine militärisch zu unterstützen. Der ukrainische außerordentlicher Professor Mychajlo Minakow berichtete über die aktuellen Herausforderungen der Ukrainer angesichts des Krieges.
Im Rahmen dieser Konferenz ist bis zum 20.März im Hause der Heinrich-Böll-Stiftung eine hervorragende Künstlerausstellung der zeitgenössischen ukrainischen Künstler zu sehen. Die Ausstellung ist täglich von Montag bis Freitag für die Besucher geöffnet.