In einem Artikel vom 10. September 2013 auf WELT Online wird die Position des stellvertretenden Bundessprechers der Partei „Alternative für Deutschland“, Alexander Gauland, wie folgt wiedergegeben:
‚Zwar gehörten die Ukraine, Weißrussland, Georgien und Moldawien "unstreitig zu Europa". Doch habe Russland die Loslösung des "heiligen Kiew", der Keimzelle Russlands, nie verwunden. "Das ist auch schwer vorstellbar, da diese Trennung nur vergleichbar ist mit der Abtrennung Aachens oder Kölns von Deutschland", sagte Gauland.‘
Dazu nehmen wir wie folgt Stellung:
Das Mitleid und Verständnis, das Herr Gauland und seine Partei „Alternative für Deutschland“ für das Verhalten der russischen Föderation aufbringen, mag rührend anmuten, ist jedoch für die Bevölkerung der osteuropäischen Staaten befremdlich und verletzend.
Das ukrainische Volk hat nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 seinen eigenen, souveränen Staat erhalten, der von seinen Nachbarn und allen Mitgliedern der internationalen Gemeinschaft völkerrechtlich anerkannt ist.
Insbesondere Deutschland hat sich in den Zeiten des Umbruchs und des Aufbaus stets als stabiler Partner bewiesen, der um einen Ausgleich zwischen den Interessen der Europäischen Union, ihrer neuen östlichen Nachbarn und Russlands bemüht ist. Ein Rückgriff auf Bismarcks außenpolitische Vorstellungen ist schon aufgrund der heutigen geopolitischen Realitäten nicht zeitgemäß. Zudem bedeutet sie eine Abkehr des kontinuierlich partnerschaftlichen Umgangs Deutschlands mit den Mitgliedsstaaten der Östlichen Partnerschaft.