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Präsident Poroschenko nahm im Rahmen der MSC-2017 an der Podiumsdiskussion "The Future of the West: Downfall or Comeback?" teil
Veröffentlicht am 17 Februar 2017 Jahr 22:15

Der Präsident der Ukraine, Petro Poroschenko besuchte am 17./18. Februar Deutschland, um an der Münchner Sicherheitskonferenz teilzunehmen.

Poroschenko nahm in München neben zahlreichen bilateralen Gesprächen an der Diskussion zum Thema "The Future of the West: Downfall or Comeback?" teil.

Während der Paneldiskussion betonte der ukrainische Staatsschef, dass jegliche Geschäfte mit dem Aggressor hinter dem Rücken der Ukraine nicht möglich seien und könnten die Lage sogar verschlimmern.

"Ich habe die Ehre, hier eine 45-Millionen-Nation zu vertreten und, glauben Sie mir, wir werden es nie akzeptieren, wenn man versucht, über unser Schicksal ohne uns zu entscheiden. Jedes Geschäft hinter unserem Rücken wird durch Millionen von Ukrainern verweigert und zurückgewiesen, die ihre Bereitschaft schon bewiesen haben, für ihre Unabhängigkeit zu kämpfen", sagte der Präsident und hob dabei hervor, dass die Ukrainer keinerlei vorhaben, aufzugeben und bereit seien, ihre Heimat zu verteidigen.

Der Präsident musste auch feststellen, dass viele Länder innerhalfb der EU sowie außerhalb der Atlantik die Taten Russlands auf der eigenen Haut gespürt hätten, eines Aggressors, der fest daran glaubt, keine Grenzen zu haben. Die Ukraine habe es ebenfalls gespürt. "Die einzige Sünde der Ukraine besteht darin, dass mein Land eines Tages sich entschlossen hat, weiter unabhängig zu leben, auf dem eigenen Land mit unseren demokratischen Werten. Wir wollen nur Freiheit - Russland will uns dafür bestrafen", so das Staatsoberhaupt.

Der Präsident sprach sich dafür aus, dass es gerade jetzt die höchste Zeit für die Weltgemeinschaft sei, dies würdig durch eine Unterstützung der Ukraine in ihrem Kampf für die Unabhängigkeit, zu erwidern. "Es gibt nur einen Ort und einen Zeitpunkt, um einen Widerstand zu leisten und den russischen Revanchismus zu stoppen. Es ist eine durchaus historisch entscheidende Phase für die neue amerikanische Administration sowie gesamte transatlantische Einigkeit", sagte Poroschenko.

Der Präsident erinnerte daran, dass die Ukraine sich erheblich für die Stärkung des Friedens und der Stabilität eingesetzt habe, "mehr, als des Weiteren als Gegenleistung zurückbekommen". Als Beispiel nannte er das Budapester Memorandum, im Einklang mit dem die Ukraine auf eigenes Nuklearpotential verzichtet hatte. 

"Sanktionen sind unser Aktiv, und nicht die Verantwortung. Wenn wir diese aufrechterhalten, wird dies unsere Stärke nur bekräftigen", betonte der Staatschef und hob hervor, dass die Liberalisierung des Sanktionsregimes für die Schwäche der Weltgemeinschaft sprechen würde.

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