Der Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier befand sich zu einem Besuch in der Ukraine. In Kyjiw traf er sich mit dem ukrainischen Premierminister Wolodymyr Hrojsman. Im Mittelpunkt der Gespräche stand das Ostsee-Pipeline-Projekt Nord Stream 2.
Die Ukraine sei ein zuverlässiges Gas-Transitland und ein wichtiger Handelspartner für Deutschland, erklärte Altmaier am Rande der Gespräche und bekräftigte weitere Unterstützung Deutschlands für die Ukraine.
„Wir müssen die Interessen der Ukraine, auch ihreWirtschaftsinteressen, berücksichtigen, Garantien herausarbeiten und positive Ergebnisse erzielen, damit der Gas-Transit durch die Ukraine weitergeführt wird“, so Altmaier.
Der Premierminister Hrojsman warnte, dass das Nord Stream 2-Projekt ein geopolitisches Konstrukt sei und Russland dadurch ausschließlich geopolitische Ambitionen verfolge. Nord Stream 2 könne als Druckmittel auf die Ukraine und die EU seitens Russland eingesetzt werden. Andererseits garantierte Hrojsman die Zuverlässigkeit der Ukraine in Fragen des Gastransports und die Bereitschaft, das Gastransportsystem der Ukraine gemeinsam mit ihren internationalen Partnern zu betreiben und zu modernisieren.
Altmaier betonte, dass es ihm darum gehe, ein Gesamtkonzept zu finden, mit dem alle Staaten leben könnten.