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An den Ufern des Bugs – Abendvortrag über die Ausgrabungen eines deutsch-ukrainischen Kooperationsprojektes in Berlin präsentiert
Veröffentlicht am 18 Juni 2018 Jahr 10:29

An den Ufern des Bugs – Thema eines Vortrags über die Ausgrabungen eines deutsch-ukrainischen Kooperationsprojektes

Prof. Dr. Jochen Fornasier von der Goethe-Universität Frankfurt am Main präsentierte am 07.06.2018 in einem Abendvortrag grundlegende Ergebnisse eines deutsch-ukrainischen Kooperationsprojekts, das seit 2014 in der antiken griechischen Stadt Olbia auf ukrainischem Territorium im heutigen Mykolajvs'ka Oblast' sehr erfolgreich Ausgrabungen durchführt. Der Vortrag in der Botschaft der Ukraine in Berlin fand im Rahmen der Vortragsreihe „Wissenschaft aus erster Hand“ statt, die von der Deutsch-Ukrainischen Akademischen Gesellschaft mit dem Ziel ins Leben gerufen wurde, aktuelle Forschungen aus den unterschiedlichsten wissenschaftlichen Disziplinen beider Länder einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren.

Das deutsch-ukrainische Forschungsprojekt in Olbia, das Prof. Dr. Alla Bujskich vom Institut für Archäologie der Nationalakademie der Wissenschaften der Ukraine in Kiev und Jochen Fornasier auf der Basis einer bereits langjährigen wissenschaftlichen Zusammenarbeit gemeinsam leiten, wird maßgeblich von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in Bonn gefördert und von der Fritz Thyssen Stiftung in Köln durch Pilotstudien weitreichend unterstützt. Es ist interdisziplinär breit aufgestellt und umfasst neben den eigentlichen archäologischen Feldforschungen geophysikalische, geochemische, archäobotanische und archäozoologische Untersuchungen. Seit April 2018 komplettiert zudem ein weiteres, von der DFG gefördertes und auf drei Jahre konzipiertes Projekt zur antiken Numismatik Olbias die Forschungen, womit es insgesamt gelungen ist, die Kernkompetenzen der beteiligten Kooperationspartner in Kiev und Frankfurt am Main sinnvoll und wissenschaftlich gewinnbringend zu bündeln.

In den ersten vier Jahren dieser interdisziplinären Forschung erzielte das Kooperationsprojekt wichtige Ergebnisse, die bereits jetzt zahlreiche Fragen zur Entstehung, Struktur und Architektur speziell der Vorstadt Olbias beantworten. Spektakulär ist die Lokalisierung eines bisher völlig unbekannten Wall- und Grabensystems aus dem 5. Jh. v. Chr., mit dessen Hilfe das Forscherteam sogar erstmals die Vorstadtgröße überzeugend rekonstruieren kann. Auch belegt die Qualität und Quantität der Fundobjekte, dass Olbia trotz der großen Entfernung zum Mittelmeerraum ein fester Bestandteil der antiken griechischen Welt gewesen ist.

Die gemeinsamen Feldforschungen, der aktive wissenschaftliche wie auch landeskundliche Erfahrungsaustausch sowie am Ende jeder Sommerkampagne kleinere Vortragsveranstaltungen – das sind neben den spektakulären wissenschaftlichen Ergebnissen ebenfalls sehr wichtige Aspekte der internationalen Zusammenarbeit vor Ort. Sie können dazu beitragen, den wissenschaftlichen Nachwuchs auch zukünftig auf neue deutsch-ukrainische Kooperationsprojekte erfolgreich vorzubereiten!

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