Die Direktoren von vier Bundeswehrkrankenhäusern wurden mit den Verdienstorden ausgezeichnet.
Mit Dankbarkeit für das enorme Engagement der Bundeswehr-Ärzte, Pflegekräfte, aller Kolleginnen und Kollegen, die die ukrainischen Soldaten nicht nur medizinisch exzellent behandelt, sondern auch Tag und Nacht ermuntert hatten, überreichte der Ukrainische Botschafter Dr. Andrij Melnyk die vom Präsidenten der Ukraine Petro Poroschenko unterschriebenen Auszeichnungen an die deutschen Kommandeure.
Seit Beginn der russischen militärischen Aggression gegen die Ukraine im Jahr 2014 sind mittlerweile fast 13 Tausend Ukrainerinnen und Ukrainer ums Leben gekommen. Zehntausende sind verwundet. „Jeden Tag haben wir neue Opfer zu beklagen. Allein seit Anfang dieses Jahres gab es in den letzten 2 Monaten über 29 tote und über 114 verletzte Soldaten“, - sagte Botschafter Melnyk am Mittwoch.
Bei seiner Laudatio an die Auszuzeichnenden hob der stellvertretende Inspekteur des Sanitätsdienstes der Bundeswehr und Kommandeur Gesundheitseinrichtungen Herr Generalstabsarzt Dr. Schoeps seine Freude an der Wertschätzung der Tätigkeit von deutschen Ärztinnen und Ärzten seitens der Ukraine.
„Obwohl Deutschland nach wie vor eine Schlüsselrolle als Vermittler spielt, um den in Moskau angezettelten Feldzug gegen meine Heimat zu beenden, dauert die russische Aggression im Donbass und auf der Krim leider bis heute an. Doch die Ukrainer hoffen, dass die Bundesregierung - trotz aller Rückschläge - nicht nachlassen wird, ihre diplomatischen Bemühungen fortzusetzen und den politischen Druck auf den Kreml zu verstärken“, beendete seine Ansprache an die Anwesenden Andrij Melnyk.
Zusammen mit dem ukrainischen Verteidigungsattaché Oberst Volodymyr Horai und den Ärzten aus dem Krankenhaus besuchte der Botschafter drei ukrainischen Soldaten, die zurzeit im Hamburger Krankenhaus in Behandlung sind. Die ukrainischen Patienten äußerten sich dankend für die exzellente Behandlung und den freundlichen Umgang.