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OSZE-Bericht: Russland baut systematisch ein System der Militarisierung und Indoktrinierung ukrainischer Kinder in den vorübergehend besetzten Gebieten auf
Veröffentlicht am 10 Juli 2026 Jahr 10:40

Am 14. Mai 2026 haben 41 OSZE-Teilnehmerstaaten den Moskauer Mechanismus aktiviert, um eine unabhängige Expertenmission zur Untersuchung der Militarisierung und Indoktrinierung ukrainischer Kinder durch die Russische Föderation einzusetzen.

Am 9. Juli 2026 legte die im Rahmen dieses Mechanismus eingesetzte OSZE-Expertenmission ihren Bericht vor. Er bestätigt: Russland baut seit der Besetzung der Krim im Jahr 2014 systematisch ein umfassendes System der Militarisierung und Indoktrinierung ukrainischer Kinder in den vorübergehend besetzten Gebieten der Ukraine auf.

Die Mission stellte fest, dass Russland ein koordiniertes System geschaffen hat, das darauf abzielt, die ukrainische Identität von Kindern auszulöschen, ihnen Loyalität gegenüber dem Besatzungsstaat aufzuzwingen, sie auf den Militärdienst vorzubereiten und jede Form von Widerspruch zu unterdrücken. Nach seiner Einführung auf der besetzten Krim wurde dieses System auf alle von Russland besetzten Gebiete der Ukraine ausgeweitet.

Der Bericht dokumentiert die Ersetzung des ukrainischen Bildungssystems durch russische Lehrpläne, die Verdrängung der ukrainischen Sprache aus dem Bildungsprozess sowie verpflichtende prorussische und kriegsverherrlichende Propaganda bereits ab dem Kindergartenalter. Der Umgang mit Waffen, die Steuerung von Drohnen, taktische Medizin und weitere Elemente militärischer Ausbildung wurden in schulische und außerschulische Programme integriert.

Die russische Staatsbürgerschaft wird ukrainischen Kindern als Voraussetzung für den Zugang zu Bildung, medizinischer Versorgung, Beschäftigung, Bankdienstleistungen und Bewegungsfreiheit aufgezwungen. Eltern, die sich weigern, ihre Kinder in russische Schulen zu schicken, können mit dem Entzug des Sorgerechts bedroht werden. Lehrkräfte und Kinder, die Widerstand leisten, sind Einschüchterung, Durchsuchungen, Festnahmen, Verhören und Verfolgung ausgesetzt.

Die Mission kommt zu dem Schluss, dass diese Praktiken zahlreiche Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht sowie systematische Verletzungen der Rechte von Kindern darstellen. Betroffen sind unter anderem das Recht auf Identität, Familienleben, Bildung, Gesundheit, Information, Gedankenfreiheit sowie Freiheit und persönliche Sicherheit.

Die Expertinnen und Experten stellen zudem fest, dass die systematische Indoktrinierung und Militarisierung ukrainischer Kinder ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Form von Verfolgung darstellen kann. Der Bericht identifiziert darüber hinaus Anhaltspunkte für mutmaßliche Kriegsverbrechen, darunter rechtswidrige Deportation und Zwangsumsiedlung, Folter, unmenschliche Behandlung sowie die Zufügung schweren Leids an Kindern.

Nach den im Bericht angeführten offiziellen Angaben der Ukraine wurden bis Juni 2026 insgesamt 20.610 ukrainische Kinder als deportiert oder zwangsweise verbracht identifiziert. Nur 2.358 Kinder konnten bislang zurückgebracht werden.

Die Mission fordert die Russische Föderation unter anderem auf,

— alle Praktiken der Indoktrinierung und Militarisierung unverzüglich einzustellen;

— den Zwang gegenüber ukrainischen Kindern, ihren Eltern und Lehrkräften zu beenden;

— die erzwungene Verleihung der russischen Staatsbürgerschaft zu stoppen;

— die sofortige Rückkehr aller deportierten und zwangsweise verbrachten ukrainischen Kinder zu ermöglichen;

— die Identität der Kinder, ihre persönlichen Daten, Staatsangehörigkeit und familiären Bindungen wiederherzustellen;

— die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und wirksame Rechtsmittel für betroffene Kinder sicherzustellen.

Die Mission ruft zugleich die OSZE-Teilnehmerstaaten und die internationale Gemeinschaft auf, die Suche, Rückkehr, Reintegration, Rehabilitation und den Schutz ukrainischer Kinder sowie die Bemühungen um Rechenschaftspflicht weiter zu unterstützen.

Der Bericht ist ein weiteres unabhängiges Zeugnis dafür, dass Russland Bildung als Instrument der Besatzung missbraucht und ukrainische Kinder zum Mittel künftiger Aggression macht.

Diese Feststellungen müssen konkrete internationale Maßnahmen nach sich ziehen. Alle, die an Deportation, Zwangsumsiedlung, illegaler Adoption, Indoktrinierung, Militarisierung und der Auslöschung der Identität ukrainischer Kinder beteiligt sind, müssen zur Verantwortung gezogen werden.

Link zum Bericht.

#BringKidsBack


Übersetzung mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt.

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