Das ukrainische Außenministerium äußert entschlossenen Protest im Zusammenhang mit dem Vorgehen der russischen Seite, welches auf eine offene Vernichtung des Bildungssystems in der temporär durch Russland okkupierten Autonomen Republik Krim.
Zahlreiche Schreiben der Bürger, Signale internationaler Rechtsschutzorganisationen, Empörung der Eltern, Lehrer und Schüler werden durch die russische Seite ignoriert. Mit Druck und Einschüchterungen erfolgt in eskaliertem Tempo eine gewaltsame Russifizierung der multinationalen Krim.
Eine besondere Empörung löst die Absicht der Okkupationsregierung, eine einzigartige Lehranstalt – das einzige Gymnasium in der Stadt Simferopol mit der ukrainischen Unterrichtssprache – in eine russischsprachige umzuwandeln, aus.
Laut dem Gesetz der Ukraine vom 15. April 2014 „Über die Sicherung der Rechte und Freiheiten der Bürger sowie das rechtliche Regime auf dem temporär okkupierten Territorium der Ukraine“ wird die Verantwortlichkeit für die Verletzung der in der Verfassung und in Gesetzen der Ukraine festgelegten Rechte und Freiheiten des Menschen und des Bürgers auf dem temporär okkupierten Territorium auf die Russische Föderation als den entsprechend der Normen und Prinzipien des internationalen Rechts okkupierenden Staat übertragen.
Daher rufen wir die russische Seite zur zivilisierten und respektierenden Haltung gegenüber kulturell-historische, ethnische, zivilisatorische Erwerbungen dieses alten Landes auf und fordern, die Rechte jedes seines Einwohners auf Bildung in Muttersprache nicht zu verletzen.
Am 30. Mai dieses Jahres wurde diesbezüglich eine offizielle Protestnote des ukrainischen Außenministeriums dem Außenministerium der Russischen Föderation überreicht.