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40 Jahre Tschornobyl – eine Katastrophe mit Folgen bis heute
Veröffentlicht am 24 April 2026 Jahr 14:04

Am 24. April 2026 fand im Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit eine internationale Konferenz unter dem Titel „40 Jahre Tschornobyl – eine Katastrophe mit Folgen bis heute“ statt.

Im Mittelpunkt der Diskussion standen die langfristigen Folgen der Reaktorkatastrophe sowie aktuelle Herausforderungen der nuklearen Sicherheit. Besonderes Augenmerk galt den heutigen Risiken: Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat die Situation der nuklearen Sicherheit erheblich verschärft. Insbesondere die Beschädigung der Schutzhülle des havarierten Reaktors in Tschornobyl infolge eines Angriffs unterstreicht die Notwendigkeit neuer internationaler Anstrengungen zu ihrer Reparatur sowie die Notwendigkeit, internationale Bemühungen zur Bekämpfung des nuklearen Terrorismus zu bündeln.

In seiner Rede betonte Botschafter Oleksii Makeiev:

„Russland hat nichts aus Tschornobyl gelernt. Erstmals in der Geschichte wurden Kernkraftwerke von einem Aggressorstaat besetzt und für militärische Zwecke missbraucht – sowohl in Tschornobyl als auch im Kernkraftwerk Saporischschja. Im März 2025 kam es im Kernkraftwerk Saporischschja zu Explosionen, die mit unzureichend qualifiziertem Personal in Verbindung gebracht werden.“

Deutschland bekräftigte seine Bereitschaft, die Ukraine bei der Wiederherstellung des Objekts „Sarkophag“ zu unterstützen, und rief dazu auf, den Ausbau erneuerbarer Energien als sichere Alternative zur Kernenergie weiter voranzutreiben.

Am 23. April fand zudem in der Heinrich-Böll-Stiftung eine Veranstaltung anlässlich des 40. Jahrestages der Tschornobyl-Katastrophe statt.

Teilnehmende aus der Ukraine, Schweden und Deutschland diskutierten über die Geschichte der Tragödie und ihre neue Gegenwart. Die technogene Katastrophe von Tschornobyl war nicht nur eine Tragödie mit enormen menschlichen und ökologischen Verlusten, sondern auch ein Symbol für den Zerfall des sowjetischen Systems.

Vier Jahrzehnte später ist das Thema Tschornobyl aktueller denn je. Im Kontext des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine hat die Frage der nuklearen Sicherheit erneut globale Bedeutung erlangt: Russische Handlungen, insbesondere Beschüsse und die Besetzung nuklearer Infrastruktur, stellen nicht nur für die Ukraine, sondern für ganz Europa eine Bedrohung dar.

Die Botschaft der Ukraine präsentierte im Rahmen der Veranstaltung eine virtuelle Tour durch Tschornobyl – ein Bildungs-VR-Projekt des eMuseums, das die Besucherinnen und Besucher in die Geschichte der Katastrophe eintauchen lässt.

Anlässlich des 40. Jahrestages der Tschornobyl-Katastrophe sind in Berlin und anderen Städten zudem weitere Veranstaltungen zum Gedenken und zur Reflexion der Tragödie geplant.


Übersetzung mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt.

Foto (с) BMUKN/ Peter-Paul Weiler 

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