Die Podiumsdiskussion „Eine Stimme für die Binnenflüchtlinge in der Ukraine“ in der Botschaft stattgefunden
Die Vertreter von über 20 Flüchtlingsorganisationen, davon 14 – ukrainische, aber auch aus Georgien, Aserbaidschan, Armenien, Deutschland – erörterten in der Botschaft der Ukraine die aktuelle Lage um die Binnenflüchtlinge aus den östlichen Regionen des Landes. Die Diskussion wurde durch die freundliche Unterstützung der n-ost, ifa, des Auswärtigen Amtes, aber auch der „Kiewer Gespräche“ möglich.
Julia Fedotowskich, KrimSOS, informierte über die Gründung ihrer Initiative an dem Tag, wo die erste Person sich gezwungen sah, die Halbinsel aufgrund der politischen Verfolgung zu verlassen. Aus einer Facebook-Plattform wurde eine einflussreiche Organisation, die sich für den Schutz der Krimtataren einsetzt. Über 20 000 Ukrainer leben heute außerhalb ihrer Heimatregion, so Fedotowskich.
Julia Pimenowa, Station Charkiw, erzählte über das rapide Wachstum ihrer Initiative aufgrund des enormen Hilfebedarfs aber auch dank dem festen Engagement vieler Volontäre. Am Anfang wären es 5 Leute gewesen, heute – über 70 Aktivisten, die für über 100.000 Ukrainer aus dem Osten die nötige Hilfe geleistet haben, die Kinder aus den östlichen Gebieten psychologisch betreuten, aber auch nach den Möglichkeiten suchten, diese Leute bei ihrer Jobsuche in ihren neuen Wohnorten zu unterstützen, so Pimenowa.
Julia Senianska, (Ukraine - meine Familie), war eine von vielen Ostukrainern, die zum ersten Mal in eine der westlichen Regionen der Ukraine ausziehen sollten und immer noch die tatkräftige Unterstützung der aktiven freiwilligen Helfer unter der Bevölkerung genießen. Das akuteste Problem sei heutzutage der massive Mangel an den Wohnungen für die Binnenflüchtlinge, betonte Senianska.
Olena Nishelska aus dem Krisenmedienzentrum „Siwerskij Donets“ brachte ihre Überzeugung zum Ausdruck, dass die Kriegsregion Donbass unter einer massiven „Desinformationslawine“ stehe, was das weitere Vorankommen deutlich verlangsame.