Zum 54. Mal kommen seit Freitag 500 Spitzenpolitiker, führende Militärs und Verteidigungsexperten aus aller Welt in der bayerischen Landeshauptstadt zusammen, um über die zentralen Fragen der Sicherheitspolitik zu diskutieren.
Präsident der Ukraine Petro Poroschenko nimmt auch dieses Jahr an der Spitze der ukrainischen Delegation an der Konferenz in München teil.
In seiner Rede zur sicherheitspolitischen Lage in und um die Ukraine betonte Poroschenko: "Russland verfolge das Ziel, "die größtmögliche Katastrophe aus russischer Sicht im 20. Jahrhundert wieder auszugleichen: den Zusammenfall der Sowjetunion." Europa müsse daher im Gegenzug beweisen, dass es die Rechte aller akzeptiere und ein Kontinent des Friedens sei, so Poroschenko. "Unsere Werte sind unser bestes Pfund gegen die Russen."
Das ukrainische Staatsoberhaupt hob weiter hervor, dass die Sanktionen gegen Russland sollen aufrecht erhalten bleiben, solange Moskau noch im Donbas und auf der Krim agiere. „Eine Beschwichtigung des Aggressors führt nur zu mehr Aggression“, sagte der Staatschef. Die Ukraine sei ein Schlachtfeld für die europäische Ordnung, fungiere als Schild für die EU vor Russland. Poroschenko rief die westlichen Partner der Ukraine auf, dass Nato und EU die Tür für die Ukraine offen halten sollten.
Einer der Schwerpunkte seiner Rede war die Menschenrechtslage auf der Krim. Russland sei auf die Halbinsel nicht mit dem Ziel einmarschiert, die Rechte der dort lebenden Menschen zu schützen - diese werden überall verletzt, wo Russland präsent sei.
Die Münchner Sicherheitskonferenz findet vom 16.-18. Februar im "Bayerischen Hof" statt.
