Am 16.Oktober 2018 schloss sich die ukrainische Gemeinde in Berlin gemeinsam mit vielen ungleichgülteigen Deutschen der Internationalen Aktion „Lasst uns eine Gedenkkerze anzünden!“ an, die dem 85. Jahrestag von Holodomor in der Ukraine gewidmet ist.
Im Rahmen der Gedenkaktion, die auf einem der zentralen Plätze in Berlin, dem Dorothea-Schlegel-Platz in der Nähe vom Deutschen Bundestag, stattfand, sprachen die Gesandte-Botschaftsrätin der Botschaft der Ukraine in Deutschland Dr. Iryna Tybinka, die Vorstandsvorsitzende des Zentralverbands der Ukrainer in Deutschland Lyudmyla Mlosch und ein aktives Mitglied der ukrainischen Gemeinde Oleksandr Snidalov an die Anwesenden.
Die Aktion erinnerte die Teilnehmer und Passanten an das grauenvolle Verbrechen, welches das sowjetische Regime gegen die Ukrainer in den Jahren 1932-1933 begangen hat, sowie an die Millionen von Verstorbenen, die das Ukrainische Volk für sein Freiheitsstreben und Arbeitstüchtigkeit opfern musste.
Es wurden auch Namen von 85 Kindern aus der Region Dnipropetrowsk vorgelesen, die in diesen Jahren vor Hunger verstorben sind. Nach jedem ausgesprochenen Namen und Alter des jeweiligen Kindes, - und das jüngste von ihnen war 3 Monate alt – wurde einzeln eine Gedenkkerze angezündet, sodass jeder Aktionsteilnehmer auf dem Platz den Ausmaß der absichtlich herbeigeführten Katastrophe begreifen konnte, die das Ukrainische Volk über 6 Millionen seiner Kinder gekostet hat.
Das selige Andenken an alle beim Holodomor unschuldig Getöteten wurde mit gemeinsamem Gebet und einer Schweigeminute geehrt. Das Gebet führten die Priester Oleg von der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche in Berlin und Sergij von der Ukrainischen Orthodoxen Kirche des Kyjiwer Patriarchats in Berlin.
Im Rahmen der Veranstaltung wurden auch Unterschriften unter der Petition an die Bundesregierung über die Anerkennung von Holodomor als Völkermord am Ukrainischen Volk auf der Bundesebene gesammelt.