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Auf Einladung des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier nahm Botschafter der Ukraine in Deutschland Dr. Andrij Melnyk an dem Neujahrempfang für das Diplomatische Korps in Berlin teil
Veröffentlicht am 14 Januar 2020 Jahr 16:58

Auf Einladung des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier nahm Botschafter der Ukraine in Deutschland Dr. Andrij Melnyk am 13.Januar 2020 an dem Neujahrempfang für das Diplomatische Korps in Berlin teil, der traditionell in der Präsidentenresidenz Schloss Bellevue stattfindet.

Beim Gespräch mit dem Botschafter Dr. Melnyk teilte Bundespräsident Steinmeier dem Staatsoberhaupt des Ukrainischen Staates Volodymyr Selenskyj und dem ukrainischen Volk aufrichtiges Beileid anlässlich des Abschusses der ukrainischen Maschine am 8.Januar 2020 in Iran. Seinerseits bedankte sich der Ukrainische Botschafter dafür, dass Deutschland die Ukrainerinnen und Ukrainer in dieser schwierigen Zeit unterstützt und eine unerschütterte Position der friedlichen Lösung der Situation in der Ost-Ukraine zeigt.

Bei seiner Ansprache an fast 150 anwesenden ausländischen Botschafterinnen und Botschafter sowie Leiterinnen und Leiter der in Deutschland vertretenden Internationalen Organisationen forderte Frank-Walter Steinmeier zu mehr Internationalen Zusammenarbeit angesichts der Anhäufung von Konflikten in der Welt auf. „Das Erschrecken gebe über die Eskalation der vergangenen Tage einen Impuls zum Umdenken. Man müsse zurück zum mühsamen, aber notwendigen Versuch, Vertrauen aufzubauen. Zwar würden Staaten oft unvollkommene Kompromisse vereinbaren. Allerdings schaffe jede Vereinbarung Vertrauen und biete die Chance für mehr.“ Der Bundespräsident erinnerte den Anwesenden daran, für freiheitliches und demokratisches Gemeinwesen zu werben und zu kämpfen, das Recht zu wahren und den Rechtsstaat zu schützen und "die Würde des Menschen auch heute und in Zukunft zum Maßstab politischen Handelns zu machen".

Apostolischer Nuntius des Heiligen Stuhls Erzbischof Nikola Eterovic, Doyen des diplomatischen Korps in Deutschland, drängte in seiner Grußadresse darauf, dass die Beziehungen zwischen den Staaten von der Kraft des Rechts und nicht von der Macht der Gewalt bestimmt sein müssten. Die Zahl der Kriege und terroristischen Gruppen weltweit sei erschreckend. Der halbjährige Ratsvorsitz Deutschlands in der Europäischen Union, der am 1. Juli beginnt, und die NATO-Mitgliedschaft sieht er als günstige Gelegenheiten, Initiativen zur Förderung des Friedens zu verstärken.

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