• A-
    A+
  • Für Sehbehinderte
  • Deutsch
  • Українською
Gedenkzeremonie zum 126. Geburtstag des weltweit bekannten ukrainischen Filmregisseurs Oleksandr Dowschenko
Veröffentlicht am 10 September 2020 Jahr 18:20

Heute jährt sich der 126. Geburtstag des weltweit bekannten ukrainischen Filmregisseurs Oleksandr Dowschenko. Aus diesem Anlass haben Diplomaten der Botschaft der Ukraine in der Bundesrepublik Deutschland und Mitglieder der ukrainischen Gemeinde Berlins an der Gedenktafel für den ukrainischen Genie am Wohnhaus, in dem der berühmte Filmkünstler und Schriftsteller 1922-1933 lebte, teilgenommen.


Man nannte ihn den Homer der Filmkunst, denn jeder Film von ihm war eine flammende Poesie der Abbildungen, einer Art Hymne an die Schönheit der Natur und des Menschen. Gerade deswegen hat sein Stummfilm „Erde“ seinen Platz im Weltschatz der besten Filme der Menschheit gefunden. Andere Filmwerke von Oleksandr Dowschenko, „Swenyhora“ und „Arsenal“, wurden mit berauschendem Erfolg in verschiedenen Ländern der Welt vorgeführt und hatten bemerkenswerten Einfluss auf die jungen Filmemacher dieser Zeit. Ein Beweis für die Begeisterung vom Werk dieses großen Ukrainers, insbesondere in Deutschland, ist auch die Tatsache, dass das bekannte Berliner Kino Arsenal (Institut für Film und Videokunst) zu Ehren des bekannten Dowschenkos Stummfilm „Arsenal“ (1928) benannt worden ist.


Dowschenko lebte und schaffte sein Werk in schweren Zeiten der Etablierung von Bolschewiki-Herrschaft. Von seiner Heimat weggerissen lebte er bis zu seinem letzten Atemzug mit der Ukraine im Herzen. Er besang deren Schönheit und freien Geist in seinen Werken, vergaß aber auch nicht die schrecklichen Seiten im Leben des ukrainischen Volkes. So schrieb der Künstler in seinem Tagebuch oft über die 6 Millionen Ukrainer, die vom Stalin-Regime während des Holodomor von 1932-1933 vernichtet wurden.


Sein ganzes Leben lang kämpfte er in seiner Seele und mittels seiner Kunst gegen das von ihm verhasste Sowjetregime. Und schon kurz vor seinem Tod schrieb Dowschenko das Präsidium des Schriftstellerverbands der Ukrainischen Sowjetrepublik an: „Ich will zurück in die Ukraine. Präsidium, hilf mir mit der Unterkunft: vor langer Zeit wurde sie mir einmal weggenommen. Ich brauche keine große Wohnung. Ich muss nur von wenigstens einem Fenster aus in die Ferne schauen können. Damit ich den Dnipro und die Desna irgendwo am Horizont sehen kann. Und auch meine Heimatlandschaften von Tschernihiw, die mir nun so aufdringlich in Träumen erscheinen…“. Eine Antwort bekam er nicht. Es gab Versuche, das Vermächtnis von Dowschenko zu erfüllen und seine Asche aus Moskau in die Heimat zurückzubringen. Doch dieser Plan konnte bisher nicht verwirklicht werden.


In Anerkennung der Größe des ukrainischen Künstlers vereinte das weltbekannte Filmfestival „Berlinale“ die Bemühungen mit der Botschaft der Ukraine in der Bundesrepublik Deutschland, und es wurde im Jahr 2009 am Wohnhaus in Berlin, wo Oleksandr Dowschenko lebte, eine Gedenktafel zur Erinnerung an diesen Poeten der Filmkunst errichtet.

Outdated Browser
Для комфортної роботи в Мережі потрібен сучасний браузер. Тут можна знайти останні версії.
Outdated Browser
Цей сайт призначений для комп'ютерів, але
ви можете вільно користуватися ним.
67.15%
людей використовує
цей браузер
Google Chrome
Доступно для
  • Windows
  • Mac OS
  • Linux
9.6%
людей використовує
цей браузер
Mozilla Firefox
Доступно для
  • Windows
  • Mac OS
  • Linux
4.5%
людей використовує
цей браузер
Microsoft Edge
Доступно для
  • Windows
  • Mac OS
3.15%
людей використовує
цей браузер
Доступно для
  • Windows
  • Mac OS
  • Linux