Im Zusammenhang mit der öffentlichen Diskussion um den Weiterbau von Gas-Pipeline Nord Stream 2 als Reaktion auf die Vergiftung von russischen Oppositionellen Alexej Nawalny äußerte sich der Botschafter der Ukraine in der Bundesrepublik Deutschland Dr. Andrij Melnyk gegenüber der deutschen Presseagentur "dpa":
Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, forderte indes ein dreimonatiges Embargo für Gas- und Öl-Lieferungen aus Russland als Reaktion auf die Vergiftung Nawalnyjs. Der auch von einigen deutschen Politikern geforderte Baustopp der Gas-Pipeline Nord Stream 2 reiche nicht aus. Stattdessen müssten alle Importe von Öl, Gas und anderen wichtigen Rohstoffen gekappt werden, „um dem Putin-Regime die wichtigste Einnahmequelle für seine aggressive Politik zu entziehen“, sagte Melnyk der Deutschen Presse-Agentur. Zusätzlich forderte Melnyk einen Stopp aller europäischen Investitionen in Russland. „Es ist an der Zeit, den Kremlherrn endlich mit einer heftigen Antwort zu überraschen“, betonte er. „Der perfide Giftanschlag auf Nawalnyj mit chemischen Vernichtungswaffen ist nicht nur eine unverhüllte Morddrohung an alle Putin-Kritiker. Er ist ein Schlag ins Gesicht der Kanzlerin, Bundesregierung und deutschen Öffentlichkeit, die bewusst gedemütigt wurden“, sagte der Botschafter. Der russische Präsident Wladimir Putin habe klar gezeigt, dass ihm die bisherige Reaktion aus Berlin ganz egal sei.
Einige Links mit dem Kommentar des Botschafters Dr. Melnyk in den führenden deutschen Medien:
https://www.sueddeutsche.de/politik/alexej-nawalny-nord-stream-2-moskau-schroeder-1.5022049
https://www.zeit.de/news/2020-09/06/maas-erhoeht-druck-auf-moskau-im-fall-nawalny
https://www.handelsblatt.com/dpa/wirtschaft-handel-und-finanzen-ukrainischer-botschafter-fordert-embargo-fuer-russisches-gas-und-oel/26161876.html?ticket=ST-8243136-hK6XZVPvphaIzHqLiRrB-ap4
https://www.stern.de/politik/ausland/nach-vergiftung-maas-erhoeht-druck-auf-moskau-im-fall-nawalny-9404848.html
https://www.allgaeuhit.de/index.php?content=weltnews&newsid=323292
Quelle: dpa