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Rede des Botschafters der Ukraine Oleksii Makeiev auf dem Deutschlandtag der Jungen Union
Veröffentlicht am 19 November 2022 Jahr 18:19

Liebe Junge Union,

Lieber Herr Kuban,


Es ist mir eine Ehre und eine Freude hier bei euch heute zu sein. Euch zu danken, euch zu berichten und mich von euch inspirieren zu lassen.


Wenn man mich heute über die Solidarität Deutschlands fragt, soll ich vielleicht meine Antwort mit Fotos eurer flammenden Augen illustrieren. Die Solidarität für die Ukraine steht im Raum, und zwar im ganzen Deutschland. Das habe ich seit diesem ersten Monat hier und mein ganzes Land seit dem 24. Februar sehr wohl erlebt.


Auch die Führungskraft Deutschlands haben wir und die Welt innerhalb von diesen 9 Monaten bereits gespürt. Bei eröffneten für mehr als eine Million meiner Landsleute Herzen und Häusern. Bei den Waffenlieferungen, die eine entscheidende Rolle in diesem Krieg spielen. Bei den deutschen Waffen, die buchstäblich ukrainische Leben retten. Wie zum Beispiel das berühmte IRIS-T SLM.


Diese Führungskraft erlebten wir auch, zum Beispiel, bei der G7-Präsidentschaft Deutschlands. Bei allen Treffen der Gruppe in all den Formaten waren wir dabei. Nicht nur als Thema, aber auch als Teilnehmer. Ich glaube, gerade so macht man gemeinsame Politik mit den Verbündeten.


Auch eure, liebe Junge Union, Führungsrolle hat die Ukraine in diesem Krieg wohl gespürt. In der Tat noch vor dem Krieg, bei der großen Demo vor der Russischen Botschaft Ende Februar. Wahrscheinlich der letzten Demo vor 24. Februar. Man sang damals ukrainische Lieder. Wie zum Beispiel „Ohne Kampf gebe ich nicht auf“. Heute würde man wahrscheinlich „Ohne Sieg gebe ich nicht auf“ singen.

 

Ich weiß, dass die politische Jugend Deutschlands immer als progressiver Teil der deutschen Politik betrachtet wird. Ich kann der Meinung nur zustimmen.


Aktiv und praktisch ist die politische Jugend aber auch. Alle eure Spenden, humanitäre Hilfe, und vor allem alle Ihre Bemühungen und ihre Zeit wissen wir sehr hoch zu schätzen.

           

Lieber Herr Kuban,


Ich weiß, dass heute Ihr letzter Deutschlandtag der Jungen Union in Rolle des Bundesvorsitzenden ist. Sie bekommen sicher noch viel Anerkennung und verdientes Lob dazu aus Ihrer Parteireihen. Nehmen Sie aber auch einen riesigen herzlichen Dank aus der Ukraine entgegen. Sie sind einer der europäischen Politiker, der mit uns und für uns mit ganzem Herzen noch vor dem 24. Februar gewesen war und bis heute bleibt. Danke dafür und für alles!


Liebe Freunde,


Der erste Schnee fiel bereits in der Ukraine. Winter ist gekommen.


Leider treffen russische Raketen teilweise ihre Ziele. Trotz aller Lieferungen der westlichen Luftabwehr. Es gibt einfach viel zu viele von diesen Raketen. Milliarden Euro hat Russland nur für diese Raketen ausgegeben. 


Nach all diesen Angriffen auf unsere kritische Infrastruktur gab es Blackouts nicht nur bei uns, aber auch in Moldowa. Wir arbeiten mit Europa und natürlich mit Deutschland an den Lieferungen von Transformatoren und Generatoren. Unsere Kämpfer des Lichtes, die Energetiker, arbeiten Tag und Nacht. Genau wie bei den Waffen – wir brauchen noch viel mehr.


Ich weiß, Herr Kuban, dass Sie für die Entwicklung der kommunalen Partnerschaft viel plädiert und gemacht haben. Jetzt können gerade diese Verbindungen entscheidend werden. So eine direkte Hilfe kann buchstäblich Licht bringen. Das bedeutet auch Wasserversorgung und Heizung. Auch für die Krankenhäuser.


Mit seinen Raketen und iranischen Drohnen schießt Putin aber über das Ziel hinaus. Jeder Treffer erschwert unser Leben. Jeder Treffer bestätigt aber unseren Willen zu siegen. Und das heißt die Ukraine zu befreien, die Ukraine wiederaufzubauen, zu modernisieren und weiter ohne Russland, aber als Mitglied der EU und NATO zu leben. Als Teil der europäischen Familie und der transatlantischen Sicherheit. Daran arbeiten wir, und auf eure Unterstützung rechnen wir. Weil gerade ihr die politische Zukunft seid.


Auf dem Schlachtfeld hat die Ukraine Erfolge. Schritt für Schritt befreien wir unsere Gebiete. Cherson ist frei. Wenn ich mir die Videos der Menschen anschaue, die ukrainische Truppen begrüßen, kann ich die Tränen kaum zurückhalten. Über dieselbe Reaktion haben mir viele deutsche Freunde berichtet. Für so eine Empathie braucht man keine Sprachkenntnisse.


Ja, für all diese Erfolge zahlen wir einen Preis, den niemand zahlen muss. Dieser ganze Krieg ist ein Verbrechen, der weiter voll mit Kriegsverbrechen ist. Die Rechenschaft wird sicher kommen, und zwar in Form des Sondertribunals. Nur so können wir den Imperativ des Völkerrechts im 21. Jahrhundert bestätigen.


Die von Russland besetzten Gebiete wurden zu den menschenrechtlosen Territorien. Bereits bei Butscha verstanden wir, was für erschreckliche Verbrechen wir noch entdecken werden. Heute sehen wir es. Menschen und Kinder werden entführt, und zwar in Tausenden. Entführte Kinder bekommen in Russland gewaltmassig neue Quasi-Eltern, neue Sprache und neues Quasi-Leben. So eine Art von genozidalen Reboot.


Der Winter ist gekommen. Der Krieg dauert weiter. «Point of no return» ist seit langem vorbei. Auch in deutschen Beziehungen zu Russland. Daran glaube ich und sehe hier unsere gemeinsame Aufgabe.


Eure geschätzte Unterstützung werden wir weiter brauchen.


Eure hilfreiche Hände aber auch eure zum Anlehnen gebotene Schulter.


Es ist mir bereits bewusst, wo deutsche fantastische Tierwesen zu finden sind. Der Prozess der Befreiung läuft noch. Vor allem soll man über die Entfesselung der Leoparde in diesem Sinne nachdenken.


Liebe Freunde,

Wir stehen zusammen.

So muss und so wird es sein.

Bis zum Sieg der Ukraine.

Slava Ukraini! 



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